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63 Filme, zwei Premieren und neun Konzerte: Filmnächte am Elbufer erwarten 150.000 Besucher

63 Filme, zwei Premieren und neun Konzerte: Filmnächte am Elbufer erwarten 150.000 Besucher

Dresden. Zeitiges Kommen sichert bei der 20. Auflage der „Filmnächte am Elbufer" nicht nur die besten Plätze. Da die Veranstalter die Zuschauerzahl in diesem Jahr auf 3300 beschränken, werden nicht alle Einlass finden, die das gern wollen.

Zum Vergleich: Über 6000 Leute sahen hier an einem Abend des vergangenen Sommers den Film „Keinohrhasen". „Wir haben das Gelände jetzt luftiger gestaltet und wollen so mehr Beinfreiheit und mehr Service bieten", sagte Jörg Polenz, Geschäftsführer der PAN GmbH, die die Filmnächte veranstaltet, am Dienstag. Doch das ist nicht die einzige Neuerung im größten Sommerkinos Deutschlands. Premiere feiert auch das Filmnächte-Wohnzimmer. Jeweils fünf mal zwei Gäste können bei freiem Eintritt das Kinoerlebnis in einer fast privaten Lounge nebst Servicetelefon für die Bestellung von Speisen und Getränken erleben. Die insgesamt 600 exklusiven und bequemen Plätze werden täglich im Internet unter www.filmnaechte-am-elbufer.de verlost. „Seit gestern ist das Angebot online und es gingen schon hunderte Bewerbungen ein", freute sich Stefan Bast von der die Filmnächte betreuenden Agentur Zastrow + Zastrow. Das diesjährige Programm aus 63 Filmen kann sich wieder einmal sehen lassen. „Wir setzen wieder auf die bewährte Mischung", so Jörg Polenz. Neben Kurzfilmnacht, Filmpremieren und Themenpartys soll ein bunter Genremix viele Zuschauer anziehen. Neu hinzugekommen ist „Und hinten scheißt die Ente". Unter diesem Motto flimmern am 10. August Kurzfilmkomödien aus 20 Jahren Filmnächte über die 448 Quadratmeter große Leinwand. Dann mit dabei: Der Ulkbär.

Ein todsicherer Rat

Aber es hat sich noch mehr Prominenz angekündigt. Am 25. August kommt Dani Levy mit seinem neuen Film „Das Leben ist zu lang" an die Elbe und bringt auch Elke Sommer und Yvonne Catterfeld mit. Der Streifen mit Meret Becker, Veronika Ferres, Heino Ferch, Kurt Krömer und anderen erzählt die Geschichte des jüdischen Filmemachers Alfi Seliger (Markus Hering), der vom Alltag gebeutelt zum Psychiater geht und von ihm einen todsicheren Rat erhält: „Machen Sie doch einfach Schluss!" Doch auch der Selbstmord ist für einen Mann wie Alfi eine schwierige Sache. Wie in jedem Jahr werden aber nicht nur Filme gezeigt. Zum besonderen Erlebnis vor der traumhafte Kulisse der Dresdner Altstadt sollen auch neun hochkarätige Konzerte werden. Den Anfang macht die Jazzsommernacht am Freitag, am Tag darauf vereinen sich Musik und Film. Den „Dracula" von 1931 („Wir zeigen die 35 mm-Filmkopie!") werden Philip Glass und die Streicher des Kronos Quartett aus den Vereinigten Staaten live begleiten. Zum letzten Open-Air-Konzert ihrer Karriere laden die norwegischen Popper von a-ha am 25. Juli ans Elbufer, die ganz kleinen Besucher werden sich am 14. August auf Rolf Zuckowski freuen, der dann „Singen im Elbkinderland" präsentiert. Außerdem vor Ort: Ich+Ich, Olaf Schubert, Udo Jürgens, Robbin Gibb und Xavier Naidoo.

80 Prozent Frauen muss man auf sich wirken lassen

Am Elbufer wird aber nicht nur geguckt, es darf auch gefeiert werden. Den Startschuss gibt die Dirty-Dancing-Party am 31. Juli, bevor am 7. August alle schuhsüchtigen Frauen zur „Sex and the City 2"-Fete eingeladen sind. „Das ist eine Party, die ich auch den Männern ans Herz lege", rät Jörg Polenz. „80 Prozent Frauen muss man einfach mal auf sich wirken lassen." Eine Dreamgirls-Party zum Dresdner Stadtfest mit Musik aus den 60er Jahren und eine "Tribute-to-Kaiser-Mania"-Party runden den Feierspaß ab. Die Eintrittspreise für Filme und Partys variieren je nach Veranstaltung zwischen 5 und 10 Euro, der Normalpreis von 7 Euro wird beispielsweise immer montags durch das Zutun eines Sponsors um 1 Euro günstiger. Die finanzkräftigen Partner haben sich aber noch mehr einfallen lassen, locken mit speziellen Lounges und Sitzgelegenheiten. Einem privaten Sponsor ist eine Weltpremiere am 4. September zu verdanken. Zur „Dresdner Nacht der Oper" wird der vom Schweizer Regisseur Jens Neubert in Szene gesetzte Opernfilm „Hunter's Bride - Der Freischütz" uraufgeführt. Und das nicht nur auf dem Filmnächte-Areal. Da der Streifen auch auf die Rückseite der Leinwand projiziert wird, ist er außerdem von den beiden einrahmenden Elbbrücken sowie von der Brühl'schen Terrasse aus zu sehen und zu hören. Der Film entstand in der Sächsischen Schweiz und in Dresden, wo Carl Maria von Weber die Oper komponierte. Die Musik nahm das London Symphony Orchestra unter Leitung von Daniel Harding in den Abbey-Road-Studios auf. Die Veranstalter erwarten zwischen 15. Juli, wenn die Filmnächte mit „Pulp Fiction" eröffnet werden, bis zu „A Serious Man" am 12. September über 150.000 Besucher.

Anne-Kathrin Sturm

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