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99. Bayreuther Festspiele mit "Lohengrin" und zahlreichen Promis eröffnet

99. Bayreuther Festspiele mit "Lohengrin" und zahlreichen Promis eröffnet

Mit einer feierlichen Premiere der Neuinszenierung der Oper „Lohengrin“ sind am Sonntag in Bayreuth die 99. Richard-Wagner-Festspiele eröffnet worden. Das Regie-Debüt von Hans Neuenfels am „Grünen Hügel“ zog zahlreiche Größen aus Politik, Wirtschaft und Showgeschäft an.

Bayreuth. An der Spitze der Ehrengäste stand Dauergast Angela Merkel (CDU). Am Ende des ersten Aufzugs mischten sich einige Buh-Rufe in den kurzen Applaus.

Die Bundeskanzlerin wurde am Königsportal von den Festspielleiterinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier ebenso begrüßt wie Vizekanzler und Außenminister Guido Westerwelle (FDP), Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und vier weitere Mitglieder des Bundeskabinetts. Zu den Stars der Auffahrt auf dem „Grünen Hügel“ gehörten TV-Entertainer Thomas Gottschalk, die Schauspieler Veronica Ferres, Michaela May und Edgar Selge sowie die Diva Margot Werner und Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Kurz vor Beginn der Aufführung stellten sich die Festspielleiterinnen den Fotografen und Kamerateams.

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Bayreuth. Mit einer feierlichen Premiere der Neuinszenierung der Oper „Lohengrin“ sind am Sonntag in Bayreuth die 99. Richard-Wagner-Festspiele eröffnet worden. Das Regie-Debüt von Hans Neuenfels am „Grünen Hügel“ zog zahlreiche Größen aus Politik, Wirtschaft und Showgeschäft an. An der Spitze der Ehrengäste stand Dauergast Angela Merkel (CDU).

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Der 69-jährige frühere Skandal-Regisseur Hans Neuenfels erzählt mit dem „Lohengrin“ kein Märchen aus uralten Zeiten. Er zeichnet schon zu Beginn der Oper seine apokalyptische Sicht auf das angebliche Wunder des „Heilsbringers“ Lohengrin und seine unmögliche Liebe zu Elsa.

Der Schwanenritter schreitet mit offenem Hemd und Hosenträgern einem offenen Sarg voran, in dem der Schwan von Ratten auf die Bühne getragen wird. Ratten in wechselnden Verkleidungen als sich immer wieder „häutende“ Tiere sind als Chor das zunächst auffälligste Markenzeichen der Neuenfels-Inszenierung. Die Lohengrin-Geschichte ist in einem Versuchslabor angesiedelt.

Bei den Solisten schlägt sich Annette Dasch als Elsa tapfer gegen die stellenweise sängerische Dominanz eines Jonas Kaufmann als Lohengrin. Der junge lettische Dirigent Andris Nelsons leitet das Festspielorchester mit sicherer Hand und erfreulicher Zurückhaltung in entscheidenden sängerischen Partien.

"Wirklich das beste Haus für Wagners Musik"

Das „Lohengrin“-Team würdigte wenige Stunden vor der Premiere die Exklusivität der Bayreuther Festspiele. Als Beispiele nannte Neuenfels die ausschließliche Beschäftigung mit dem Werk eines Komponisten, die absolute Unterstützung durch die Festspielleitung und das besondere Klangsystem. „Durch die lange Vorbereitungszeit wird hier eine Perfektion erreicht, die an anderen Häusern schwer zu schaffen ist“, ergänzte Bühnenbildner Reinhard von der Thannen. Dirigent Nelsons sagte: „Das hier ist wirklich das beste Haus für Wagners Musik.“    Bereits am Mittag hatte auf einer Probebühne eine Kurzfassung der Oper „Tannhäuser“ Premiere. Mit dem im vergangenen Jahr erfolgreich gestarteten Projekt „Wagner für Kinder“ will Katharina Wagner ein junges Publikum ungezwungen mit den Werken und dem Stoff ihres Urgroßvaters Richard Wagner vertraut machen. Für das auf gut eine Stunde verdichtete Stück von Regisseurin Reyna Bruns gab es ungeteilten Beifall der 200 Jungen und Mädchen, aber auch vom fachkundigen Wagner-Publikum.

Bis zum 28. August stehen bei den Festspielen insgesamt 30 Vorstellungen auf dem Spielplan. Für die knapp 58 000 Karten lagen trotz teils drastischer Preiserhöhung mehr als 350 000 Bestellungen vor. Wie alle Jahre warteten auch am Sonntag unerschütterliche Wagnerianer vor dem Kartenbüro, um vielleicht doch noch eines der begehrten Tickets zu ergattern.

Zum letzten Mal wird in diesem Jahr „Der Ring des Nibelungen“ in der Regie von Tankred Dorst mit Dirigent Christian Thielemann gezeigt. Ferner werden Katharina Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Parsifal“ in der Inszenierung von Stefan Herheim gespielt.

Zum dritten Mal wird es in diesem Jahr eine Live-Übertragung vom „Grünen Hügel“ auf den Bayreuther Volksfestplatz sowie via Livestream ins Internet geben. Bei der Siemens Festspielnacht am 21. August werden auf der 90 Quadratmeter großen LED-Wand die Oper „Walküre“ und eine Aufzeichnung der Kinderoper „Tannhäuser“ gezeigt.

dpa

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