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Kultur Akrobaten, Clowns und wilde Tiere - Der Circus Krone feiert Premiere in Leipzig
Nachrichten Kultur Akrobaten, Clowns und wilde Tiere - Der Circus Krone feiert Premiere in Leipzig
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21:51 27.08.2014
Beim Circus Krone stapfen Afrikanische und Indische Elefanten friedlich vereint und mit handgemachtem Schmuck durch die Manege. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

4000 Zuschauer passen in die Zirkus-Arena, sie war bei der Premiere am Mittwoch zur Hälfte gefüllt.

Elmar Schönmetzler aus Leipzig lässt sich das 180-minütige Spektakel nicht entgehen: „Krone ist für mich einer der bedeutendsten und besten Zirkusse, die ich gesehen habe", schwärmt er vor Beginn der Vorstellung, hat Frau und Enkelin Anna, 5, mitgebracht. „Wir zeigen moderne Zirkuskunst und klassische Elemente wie Artistik, Clownerie und Tierdressur", sagt Zirkussprecherin Susanne Matzenau. „Die Show ist ziemlich flott, deshalb versuche ich, mich bei den Ansagen der Nummern kurz zu fassen", ergänzt Ringmeister Nikolai Tovarich noch schnell. Dann geht’s los.

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Nach 16 Jahren ist der Circus Krone wieder zu Gast in Leipzig. Am Mittwoch feierte die knapp dreistündige Show Premiere.

Der erste Nervenkitzel dauert zehn Minuten: Tollkühn und haushoch katapultieren sich die Akteure der chinesischen Artisten-Truppe „Dalian" mit ihrer Doppelschaukel in die Luft, schlagen Salti, Pirouetten und Mehrfachschrauben. Unter dramatischer Musik – die kommt allerdings vom Band – geht es für einen Akrobaten dann durch einen brennenden Reifen. Nur ein vertikal aufgespanntes Tuch federt die Landung ab.

Anschließend verwandeln Tänzer die Manege in eine indische Bollywood-Kulisse. Mit großen Kinderaugen werden die Elefanten bestaunt. Die mächtigen Dickhäuter – der tierische Höhepunkt in der ersten Hälfte – trotten gemächlich durchs Rund der Manege. Trotz ihrer 3,5 Tonnen Gewicht können sie sitzen, Männchen machen, legen sogar einen Kopfstand hin und balancieren vorsichtig auf einem kleinen Podest.

Das französische Komik-Duo Les Rossyann verbreitet dann gute Laune und Lacher bei Jung und Alt. Die Künstler in ihrer klassische Clownerie-Nummer, Weißclown und dummer August, sind sie beim Tellerjonglieren in ihrem Element, denn viel Geschirr geht zu Bruch – sehr zur Freude der Kinder.

Die Erdanziehungskraft existiert unter der Kuppel des Circus Krone nicht. Quelle: Wolfgang Zeyen

„Krones ganzer Stolz sind seine Pferde", erzählt Zirkussprecherin Susanne Matzenau. Juniorchefin Jana Mandana Lacey-Krone holt sie auf die Bühne: Araberhengste, holländische Friesen und pastellfarbene Cremellos, die sich rhythmisch zu Tangomusik bewegen. „Jedes Pferd hat einen Namen, manche bekommen sogar Fanpost." Kurz vor der Pause dann noch einmal Hochspannung: Die Köpfe der Zuschauer recken sich zur Zirkuskuppel, denn die südamerikanische Gruppe „Flying Zuniga" baumelt am Trapez. Einer der Artisten vollführt die Flugnummer mit mehren Salti sogar blind. Wer’s selbst live sehen will: Die Vorstellungen laufen bis zum 2. September werktags 15.30 und 20 Uhr, sonntags 14 und 18 Uhr.

Benjamin Winkler

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