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Kultur Alternatives Improvisationstheater: „Stirb langsam“ im Ilses Erika
Nachrichten Kultur Alternatives Improvisationstheater: „Stirb langsam“ im Ilses Erika
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10:47 23.12.2009
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Leipzig

Am Dienstag war es so weit: Das Haus war voll und die Show ging los. Die Handlung des ersten Teils der Filmklassiker-Serie, der im Nakatomi Tower in Los Angeles der Vorweihnachtszeit spielt, wurde kurzerhand nach Sachsen verlegt. Die dramatischen Szenen spielten in der Bar „Nackentoni Teuer“: Terroristen überfallen eine Weihnachtsfeier, denn sie haben es auf das Bier im Kühlhaus abgesehen. Dafür gehen sie über Leichen. Doch keiner hat mit dem Polizisten gerechnet, der sich noch im Gebäude befindet: Donis spielte Bruce, einen Polizisten aus Wurzen, der seinen Job aufgegeben hat, nur um zu Weihnachten bei seiner Frau Holly zu sein...

Wie in der Filmvorlage kommunizierte er nach dem Angriff der Terroristen aus seinem Versteck per Funkgerät mit einem Polizisten außerhalb des Gebäudes: „Kann mir jemand helfen? Ich bin doch aus Wurzen.“ Dass als Funkgerät im Weihnachtspiel lediglich eine Banane herhalten musste, passte zur Improtheater-Atmosphäre des Abends. Hier ging es locker flockig zu, nicht immer nach Plan, doch stets begleitet von großem Gelächter des Publikums. Wie viel von der Show wirklich so geplant war, wissen nur die Beteiligten.

Das konnte ja nur verrückt werden. Schon als bekannt wurde, dass die Belegschaft des Ilses Erika in diesem Jahr „Stirb langsam – Nu erscht recht“ als Weihnachtsspiel aufführt, war klar, dieser Abend wird irgendetwas zwischen klamaukig und extrem trashig. Am Dienstag war es so weit: Das Haus war voll und die Show ging los.
Die Katz-und-Maus-Jagd zwischen den Verbrechern und dem Polizisten begann. Selbst die Schlüsselszene, in der Bruce Willis barfuß über Glasscherben laufen muss, wurde im Tanzcafé Ilses Erika stilecht mit zersplittertem Vinyl und viel Ketchup umgesetzt.

Nach einer knappen Stunde wagte sich Bruce aus Wurzen in die Höhle des Löwen zum finalen Kampf mit dem Terroristenboss Hans Gruber. Vorher musste er nur noch schnell die Frage klären, ob er seine Frau überhaupt vor den fiesen Terroristen retten soll. Er ließ den Ted entscheiden

Nachdem das letzte „Yippie ya yay – Schweinebacke“ ausgerufen war, endete der Abend relativ schnell. Behält man im Hinterkopf, dass andere Shows im Ilses Erika gerne einmal die Dreistundenhürde überschreiten.

Als Abschlusslied sang die ganze Mannschaft „Let it snow“ - das übrigens auch in "Stirb langsam" läuft - während sich das Publikum mit großem Applaus bedankte.

Holger Günther

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