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Kultur Asiatische Kostbarkeiten: Grassimuseum eröffnet Schauen zur Kunst aus Fernost
Nachrichten Kultur Asiatische Kostbarkeiten: Grassimuseum eröffnet Schauen zur Kunst aus Fernost
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12:43 28.01.2010
Im Grassimuseum zu sehen: Zwei Figuren aus der Gruppe der „Drei Beamten“, Ming-Dynastie, 16./17. Jahrhundert. Quelle: PR Grassimuseum
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Leipzig

Am 31. Januar eröffnet dazu im Museum für Angewandte Kunst der Sammlungen am Johannisplatz zum einen der zweite Teil der Schau „Asiatische Kunst: Impulse für Europa“ mit etwa 400 Objekten aus Ost- und Westasien sowie aus Äqypten. Zum anderen liefert die zeitgleich initiierte Sonderausstellung „Japanische Keramik der Gegenwart. Die Sammlung Crueger“ dazu eine thematische Erweiterung.

Wie es in einer Mitteilung des Museums heißt, sind unter den gezeigten Stücken wahre Kostbarkeiten, wie etwa der zwölfteilige Leipziger Schnitzlack-Stellschirm aus der chinesischen Qing-Dynastie, eine Serie von acht Nô-Masken, japanische Lack-Leder- und Elfenbeinkunst oder chinesisches Porzellan unterschiedlicher Ausprägung. Die ältesten ausgestellten Zeugnisse reichen bis ins zweite Jahrtausend v. Chr. zurück. Äußerst kostbar seien auch Beispiele islami­scher Textilkunst oder die gezeigte feinteilige Lack- und Miniaturmale­rei.

Leipzig. Nach erfolgreicher Rekonstruktion der Pfeilerhalle im Leipziger Grassimuseum präsentiert sich das Art-déco-Prunkstück nun auch wieder in seiner ursprünglichen Bestimmung: als ein perfekter Raum für Aufsehen erregende Ausstellungen. Jetzt eröffnen dazu im Museum für Angewandte Kunst am Johannisplatz zwei Schauen zur Kunst aus Asien.
Als Verbindung zwischen der bereits vergangenen Ausstellung „Antike bis Historismus“ im Grassimuseum und dem noch in Vorbereitung befindlichen Rundgang „Jugendstil bis Gegenwart“ nimmt auch diese umfangreiche Schau vor allem Stücke in den Fokus, die auf die kulturelle Entwicklung in Europa, vor allem während der Renaissance und im Barock, großen Einfluss hatten.

Die ebenfalls am 31. Januar beginnende Sonderausstellung „Japanische Keramik der Gegenwart. Die Sammlung Crueger“ will das Erscheinungsbild der heutigen japanischen Keramik sowie deren Verhaftung in der landestypischen Gestaltungstradition anhand typischer Objekte dokumentieren. Wie es heißt, belegen „charakteristische Exponate aus dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts mit ihren jahrhundertealten überlieferten Formen und Oberflächen die ungebrochenen Traditionen der japanischen Keramikkunst, aber auch ihre Entwicklungstendenzen.“ Die Sonderausstellung entstammt der Sammlung von Anneliese und Wulf Crueger, die seit über 35 Jahren neben europäischer und internationaler vor allem japanische Gegenwartskeramik zusammentragen.

Die beiden neuen Ausstellungen im Museum für Angewandte Kunst im Grassimuseum werden am 31. Januar feierlich um 11 Uhr in der Pfeilerhalle des Museums eröffnet. Die Schauen sind danach regelmäßig dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Matthias Puppe

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