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Kultur Asisis 360-Grad-Panorama macht Luthers Welt erlebbar
Nachrichten Kultur Asisis 360-Grad-Panorama macht Luthers Welt erlebbar
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10:16 27.04.2017
Der Künstler Yadegar Asisi hat ein 75 Meter langes und 15 Meter hohes Bild geschaffen, in dem Luther gleich in mehreren Szenen vorkommt. Quelle: dpa
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Wittenberg

In einem neuen 360-Grad-Panorama in Wittenberg können Besucher in die mittelalterliche Welt des Reformators Martin Luther (1483-1546) eintauchen. Der Künstler Yadegar Asisi, der schon die Berliner Mauer, die Völkerschlacht bei Leipzig von 1813 und das australische Great Barrier Reef ins XXL-Format brachte, hat ein 75 Meter langes und 15 Meter hohes Bild geschaffen, in dem Luther gleich in mehreren Szenen vorkommt. Von Samstag an ist «Luther 2017» für mindestens fünf Jahre für das Publikum geöffnet.

Wittenberg wird 2017 einer der zentralen Orte sein, an dem das Reformationsjubiläum gefeiert wird. In der Stadt soll Luther 1517 - vor 500 Jahren - seine Thesen gegen den Ablasshandel angeschlagen haben. Das gilt als Beginn der Reformation.

«Eine der größten Herausforderungen war, eine Gesellschaft zu beschreiben in einem Bild, ohne dass das Bild künstlich oder choreografiert wirkt», sagte Asisi. Wenn sich der Betrachter darauf einlasse, könne er das Leben selber spüren und in die Zeit eindringen. Asisi hat drei Jahre an dem Bild arbeitete.

Er zeigt etwa eine Hexenverbrennung, gegen die Luther wettert. Anderswo sieht der Reformator tatenlos zu, wie ein Jude aus der Stadt getrieben wird. Auch das pralle Leben wird gezeigt - etwa Luther mit einer Frau. Zugleich deuten sich am Horizont die nächsten Kriege an.

Margot Käßmann als Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands für das Reformationsjubiläum betonte, das Panorama werde das Herzstück der Weltausstellung zur Reformation sein. Ihr sei es wichtig, dass auch Menschen ohne viel Vorwissen auf diese Weise einen Zugang zur Reformation bekommen.

Laut dem Geschäftsführer der Luther 1517 gGmbH, Ulrich Schneider kostete das Panorama samt Rundbau etwa 4,5 Millionen Euro. Es handle sich um ein kommunales Projekt, städtische und kirchliche Partner trügen die Kosten.

LVZ

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