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Kultur Aus der Wassertiefe des Raumes
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13:56 03.03.2018
In “Otys“ liegen die Reste der alten Welt unter Wasser verborgen. Quelle: Hersteller
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Leipzig

Von Schrottinseln aus bergen die Überlebenden Ressourcen und alte Technik. Eine dieser Inseln heißt “Otys“, und sie ist der Ausgangspunkt dieses grandios illustrierten und auch sonst sehr stimmungsvollen Spiels.

Wichtig ist, was unter Wasser passiert. Jeder Spieler hat ein Tableau aus Pappe mit diversen Aussparungen. Fünf Reihen für verschiedene Wassertiefen gibt es. In der Mitte liegen die verschiedenen Taucher, allesamt Experten. Acht davon gibt es; fünf sind stets nur aktiv, und wer einmal aktiviert wurde, taucht auf, seine Reihe kann erst einmal nicht genutzt werden.

Heißt: Das Taucherplättchen wird ganz nach oben gelegt, der Rest entsprechend nach unten geschoben. Bewegung kommt in die Reihe, was stets bedacht werden muss, weil an die Aktivierung eines Tauchers noch andere Mechanismen gekoppelt sind.

Freundlicher Taucher-Roboter

Zum einen ist da die spezifische Fähigkeit des Tauchers, der zum Beispiel Ressourcen (stets nur eine Sorte) sammelt und in Extrafelder derselben Reihe ablegt oder ihren Kauf und Verkauf ermöglicht. Außerdem gibt es auch auf dem zentralen Spielbrett (neben dem Laden und der Siegpunktleiste) fünf korrespondierende Reihen: Hier warten die “Sponsoren“, wie es im Spiel heißt.

Das sind schlichte Plättchen, die Sonderaktionen erlauben. Daneben finden sich Belohnungsplättchen, die bekommt, wer in der entsprechenden Ebene seinen “Entdecker“, einen freundlichen kleinen Taucher-Roboter, aktiviert.

Rechts und unterhalb gibt es noch zwei Leisten, die des Mechanikers und die des Hackers. Ersterer erlaubt die Verschiebung von Taucherplättchen untereinander, Letzterer bestimmt, wann die Aktivierungsplättchen der jeweiligen Taucher wieder genutzt werden können.

Nahezu geniale Winkelzüge

“Otys“ bietet eine Vielzahl ineinander verzahnter Mechanismen. In weniger eleganten Spielen könnten die lähmend wirken, insbesondere bei Grüblern in der Runde. Nicht aber hier: Man wählt eine Reihe, aktiviert einen Taucher und freut sich über die Effekte. Irgendetwas Positives geschieht eigentlich immer, auch wenn man anfangs planlos vorgeht. Wer das Spiel aber einmal verstanden hat, ist zu nahezu genialen Winkelzügen fähig. Dann macht “Otys“ richtig Spaß.

Kleine Abzüge gibt es leider für die aufwendigen Spielertableaus. Die bestehen aus verklebten Pappen voller Aussparungen für das Material. Leider sind sie durch den Kleber verzogen, liegen nicht plan auf und bringen mehr Durcheinander als Ordnung. Aber das ist in diesem schönen Spiel auch verkraftbar.

Info: Claude Lucchini: “Otys“. Libellud/Pearl Games (Vertrieb: Asmodee), für zwei bis vier Spieler ab 14 Jahren, etwa 40 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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