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Nachrichten Kultur Ausblick auf kommende Höhepunkte in Sachsens Kunstmuseen
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08:30 20.12.2016
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Dresden

Die Palette der Expositionen in Dresden, Chemnitz und Leipzig reicht vom frühen Vermeer über Informel-Maler Gerhard Hoehme bis zur ersten Werkschau des Fotografen Jeff Wall in Europa.

Die „Türkenkammer“ wird am 7. März eröffnet. Sie beherbergt mit rund 600 orientalischen und orientalisierenden Stücken eine der prachtvollsten Sammlungen ihrer Art, die über Jahrhunderte von den sächsischen Herrschern zusammengetragen wurde. Eine Ausstellung „Zukunft seit 1560“ beleuchtet im Schloss vom 18. April zudem die 450-jährige Geschichte der Kunstsammlungen (bis 7. November). Im Juni folgt die Eröffnung des Albertinums als „Museum des 19. Jahrhunderts und der Moderne“. Das Gebäude wurde seit 2006 saniert und um ein Depot mit modernsten Restaurierungswerkstätten erweitert. Es soll die Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart in Malerei und Skulptur präsentieren.

Nebenan zeigen die Kunstsammlungen eine große Schau mit Werken des kanadischen Fotografen Jeff Wall. Die rund 20 Arbeiten umfassende Auswahl unter dem Titel „Jeff Wall. Transit“ soll einen Überblick über dessen künstlerisches Schaffen von den 1980er Jahren bis zur Gegenwart geben. Der 1946 geborene Wall wurde mit inszenierten Großbilddias in Leuchtkästen international bekannt, einige seiner Kompositionen zählen inzwischen zu den Ikonen der zeitgenössischen Fotografie.

„Triumph der blauen Schwerter“ (8. Mai bis 29. August 2010) vereint im Japanischen Palais rund 700 bis 1815 hergestellte Luxusprodukte für Adel und Bürgertum aus „weißem Gold“. Anlass ist die Gründung der Meissener Manufaktur vor 300 Jahren. Unter dem Titel „Der frühe Vermeer“ (03. September bis 28. November) porträtiert die Gemäldegalerie Alte Meister den Delfter Barockmaler. Dafür wird etwa das Zimmer aus dessen Gemälde „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“ originalgetreu und maßstabsgerecht nachgebaut. Das Werk gehört seit 1742 zum Bestand der Galerie.

Von Kirchner bis zur niederländischen Malerei reicht das Spektrum im Leipziger Museum der bildenden Künste. Vom 24. Januar an sind unter dem Titel „Zeichnen bis zur Raserei“ (bis 5. April) rund 100 Meisterblätter des deutschen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner aus dem Berliner Brücke Museum zu sehen. Danach gibt die Sammlung mit „Neo Rauch. Begleiter“ (18. April bis 15. August) zum 50. Geburtstag des Künstlers einen Überblick seiner Gemälde von 1993 bis 2010 - die rund 120 Arbeiten sind auf Leipzig und die Pinakothek der Moderne in München verteilt.

Die Kunstsammlungen Chemnitz feiern vom 14. März an den Maler des deutschen Informel, Gerhard Hoehme, mit einer Ausstellung und zeigen von Mitte April bis Mitte Juni die Sammlung Flügge aus Düsseldorf. Die Schenkung umfasst gut 1000 Werke bundesdeutscher Nachkriegskunst, fast ausschließlich Arbeiten auf Papier, die ein Ehepaar in den vergangenen 30 bis 50 Jahren zusammengetragen habe, so ein Sprecher der Sammlungen.

Internet: www.skd-dresden.de; http://dpaq.de/DEsia; www.mdbk.de

dpa

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