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Autorenverband in Israel fordert Distanzierung von Grass

Autorenverband in Israel fordert Distanzierung von Grass

Der Verband hebräischsprachiger Schriftsteller in Israel hat Autoren in aller Welt dazu aufgerufen, sich klar von Günter Grass zu distanzieren. Der Vorsitzende des Verbands, Herzl Chakak, sagte am Dienstag, man fordere auch eine Stellungnahme der internationalen Schriftstellervereinigung PEN sowie des Nobelpreiskomitees.

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Die Diskussion um das Israel-Gedicht von Günter Grass reißt nicht ab.

Quelle: Tim Brakemeier

Tel Aviv. „Sie müssen sich von der Verletzung grundlegender menschlicher Werte distanzieren und klar Position beziehen“, sagte Chakak der Nachrichtenagentur dpa.

Grass habe sich erst vor einigen Jahren zu seiner Mitgliedschaft in der SS bekannt, sagte Chakak. „Wir hatten gehofft, dass er damit auf den rechten Weg zurückgekehrt ist und dass sein Alter schöner als seine Jugend sein wird.“ Mit seinen Äußerungen gegen Israel habe Grass jedoch „Doppelzüngigkeit“ bewiesen. „Er stellt das Opfer als Täter dar und den Aggressor als Opfer“, sagte der Vorsitzende des Schriftstellerverbands. Grass legitimiere so ein „düsteres Regime, das gegen das jüdische Volk ist, das unter Verfolgung und Holocaust gelitten hat“.

Der israelische Innenminister Eli Jischai hatte Grass wegen dessen umstrittenen Israel-Gedicht „Was gesagt werden muss“ am Sonntag zur unerwünschten Person erklärt. Grass behauptet in seinem Gedicht, dass der Iran von einem atomaren Präventivschlag durch Israel bedroht sei, der das iranische Volk auslöschen könne. Er wirft Israel vor, als Atommacht den Weltfrieden zu gefährden. Iran und Israel sollten ihre Atomanlagen unter internationale Kontrolle stellen.

„Das ist nicht, was man von einem großen Schriftsteller erwartet“, sagte Chakak. Man sei jedoch bereit, Grass zu vergeben, sollte dieser seine Thesen widerrufen. „Wenn er seine Worte zurücknimmt, können wir ihn wieder als Autoren akzeptieren, der es wert ist, dass man ihn ehrt.“

dpa

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