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Bei Goethe und Fanny auf der Couch: Mendelssohn-Haus Leipzig zeigt Salonkultur

Bei Goethe und Fanny auf der Couch: Mendelssohn-Haus Leipzig zeigt Salonkultur

Das Leipziger Mendelssohn-Haus und das Händel-Haus in Halle kooperieren für eine neue Sonderausstellung: Am Freitag wird die Schau zur Salonkultur des 19. Jahrhunderts in Leipzig eröffnet.

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Blick in den Empfangsbereich im Leipziger Mendelssohn-Haus.

Quelle: dpa

Leipzig. Die Besucher sollen die Atmosphäre der Treffen von Literaten und Musikern an Saale, Pleiße oder Spree nachempfinden können.

Goethe und Brentano, Jean Paul und Novalis gehören zu den literarischen Persönlichkeiten, die bei Johann Friedrich Reichardt (*1752) ein- und ausgingen. Berühmt wurde sein Dichterparadies in Giebichenstein als „Herberge der Romantik“. Reichardt, selbst begnadet an der Violine, vertonte zahlreiche literarische Texte.

Die Familie Mendelssohn wurde mit den „Sonntagsmusiken“ von Fanny, der Schwester Felix Mendelssohn Bartholdys, den „musikalischen Winterabenden“ seiner Mutter Lea und Hauskonzerten im Musiksalon des Leipziger Wohnhauses zum gesellschaftlichen Mittelpunkt. Die Ausstellung rückt aber auch den Kreis um Goethe in Weimar oder den Salon der Schriftstellerin Elisabeth Steaegemann in Berlin ins Licht.

Am

Freitag, 27. Juni,

 wird die Ausstellung um 17 Uhr mit einem Konzert eröffnet. Kuratorin Claudia Forner führt ins Thema Salonkultur ein.

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Digitales Orchester: Das Effektorium ist eine Attraktion im umgebauten Mendelssohn-Haus.

Quelle: dpa

Das  Mendelssohn-Haus Leipzig bietet seinen Besuchern seit Januar eine stark erweiterte und modernisierte Ausstellung. Rund 1,5 Millionen Euro flossen in die Modernisierung. Deutschlandweit einmalig ist beispielsweise das Effektorium, ein Raum, in dem Laien mit digitaler Technik spielerisch das Dirigieren von Mendelssohn-Werken ausprobieren können.

Öffnungszeiten: tgl. 10-18 Uhr, Sonderausstellung bis 4. Januar 2015 im  Mendelssohnhaus Leipzig, Goldschmidtstraße 12.

Evelyn ter Vehn

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