Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Kultur Beim Tribut für George Michael kullern Tränen
Nachrichten Kultur Beim Tribut für George Michael kullern Tränen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:24 23.02.2017
Von den Emotionen überwältigt: Ehemalige Bandkollegen von George Michael bei den Brit Awards 2017. Quelle: PA WIRE
Anzeige
London

Wer hätte schon gegen eine Legende wie David Bowie gewinnen können? Auch die Sänger Craig David und Michael Kiwanuka sowie die Grime-Rapper Kano und Skepta waren in der Kategorie Bester Britischer Solokünstler nominiert.

Doch wie erwartet bekam Bowie den Preis mehr als ein Jahr nach seinem Tod. Der Musiker, der am 10. Januar 2016 gestorben war, wurde posthum auch für sein letztes Werk „Blackstar“ ausgezeichnet, das zum Besten Britischen Album gekürt wurde. Den Preis nahm Bowies Sohn Duncan Jones sichtlich bewegt entgegen.

Preise im Schnellverfahren

Die britische Musikbranche hatte im Jahr 2016 weitere Verluste zu verkraften, darunter George Michael. Dem ehemaligen Wham!-Sänger wurde am Mittwoch besonders gedacht.

Zur Galerie
Sichtlich bewegt: Duncan Jones, Sohn des Musikers David Bowie, durfte für seinen verstorbenen Vater gleich mehrere Awards mitnehmen: Der am 10. Januar 2016 verstorbene Bowie wurde als bester britischer Solokünstler und für sein letztes Album ausgezeichnet.

Michaels ehemaliger Bandkollege Andrew Ridgeley ehrte seinen Freund gemeinsam mit den früheren Wham!-Background-Sängerinnen Helen „Pepsi“ DeMacque und Shirlie Holliman, denen dabei die Tränen kamen. Anschließend sang Coldplay-Sänger Chris Martin George Michaels Ballade „A Different Corner“ in Begleitung eines Streicher-Ensembles.

Clinton-Anhängerin Katy Perry nutzt Auftritt

Es war der emotionale Höhepunkt einer sonst eher emotionslosen Preisverleihung. Internationale Stars waren den Brit Awards weitestgehend ferngeblieben. Die Preise für die Beste Internationale Solokünstlerin (Beyoncé), den Besten Internationalen Solokünstler (Drake) und die Beste Internationale Band (A Tribe Called Quest) wurden im Schnellverfahren verkündet, weil keiner von ihnen anwesend war. Drake hatte immerhin eine Videobotschaft aufgezeichnet.

Eine dezente politische Botschaft sandte US-Sängerin Katy Perry. Sie sang ihre aktuelle Single „Chained To The Rhythm“ und ließ dazu zwei überdimensionale Skelette auf der Bühne tanzen. Die Figuren trugen einen dunklen Anzug und ein rotes Kostüm und erinnerten damit an US-Präsident Donald Trump und die britische Premierministerin Theresa May bei ihrem ersten Treffen Ende Januar in Washington - gewiss kein Zufall.

Robbie Williams kämpft mit der Technik

Im Showprogramm traten außerdem Bruno Mars, die Band Coldplay und Ed Sheeran auf, der bei „Shape Of You“ von Grime-Rapper Stormzy begleitet wurde. Emeli Sandé, die gleich zu Beginn der Veranstaltung die Auszeichnung als Beste Britische Solokünstlerin erhalten hatte, sang ihren Song „Hurts“.

Zum Abschluss des Abends trat der mehrfache Brit-Award-Gewinner Robbie Williams mit einem umjubelten Medley auf. Bei seiner Zugabe „Feel“, die nicht mehr im Fernsehen übertragen wurde, hatte Williams dann leider hörbar mit der Technik zu kämpfen.

Die Brit Awards gelten neben den Grammys als wichtigste Musikpreise der Welt. Über die Auszeichnungen entscheiden mehr als 1000 Mitglieder der Musikindustrie, darunter auch die Nominierten und Gewinner der Vorjahre.

Von dpa/RND/zys

„Ich fühle mich und meine jahrelange Arbeit angenommen“, sagt Guntram Vesper. Der Autor aus Göttingen wird Freitag den Erich-Loest-Preis entgegennehmen, den die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig erstmals verleiht.

22.02.2017

Der 1828 in Leipzig gegründete Reclam Verlag existierte zwischen 1947 und 1991 parallel in Ost- und Westdeutschland. Im Buch „An den Grenzen des Möglichen“ werden diese Jahre erzählt, dokumentiert, eingeordnet. Wolfgang Thierse, Herausgeberin Ingrid Sonntag und Verleger Christoph Links stellen es in Leipzig vor.

22.02.2017

Anlässlich des 175. Geburtstags von Karl May zeigt der MDR die Filme „Winnetou 1“ und „Winnetou 2“ sowie „Der Schut“. Dies sei der Auftakt zu einer 14-teiligen Filmreihe.

22.02.2017
Anzeige