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Kultur Bericht: Neue MDR-Intendantin Wille verteidigt eigene DDR-Biografie
Nachrichten Kultur Bericht: Neue MDR-Intendantin Wille verteidigt eigene DDR-Biografie
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16:48 22.02.2012
Die neue Intendantin des MDR, Karola Wille. Quelle: dpa
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Hamburg/Leipzig

„Ich finde, jeder der einst 17 Millionen DDR-Bürger hat das Recht auf eine historische und differenzierte Betrachtung seiner Biografie“, betonte Wille, die seit fast 100 Tagen an der Spitze des Mitteldeutschen Rundfunks steht.

Sie müsse aber Verantwortung für ihre Karriere als Juristin im SED-Staat übernehmen. „Das System hat Unrecht produziert“, sagte die Intendantin. „Es stimmt ja, dass man als Jurist staatstragend war. Natürlich tut mir im Nachgang vieles leid, das in der DDR passiert ist.“ Dass sie im Alter von 18 Jahren in die SED eingetreten sei, begründete Wille mit ihrer Erziehung. Sie komme aus einem Elternhaus, das dieses System mitgetragen habe. Sie habe wirklich geglaubt, die Ideale des Sozialismus seien die richtigen.

„Ich war keine Oppositionelle - ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich sei immer gegen das System gewesen“, sagte die MDR-Chefin, die seit dem 1. November 2011 im Amt ist.

Die gebürtige Chemnitzerin hatte in Jena Rechtswissenschaften studiert und an der Universität Leipzig wissenschaftlich gearbeitet. Sie ist seit 1991 beim MDR. Seit 1996 war sie Juristische Direktorin der Dreiländeranstalt.

dpa

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