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Kultur Bewegender Abschied von Whitney Houston - Beinahe-Eklat um Ex-Mann Bobby Brown
Nachrichten Kultur Bewegender Abschied von Whitney Houston - Beinahe-Eklat um Ex-Mann Bobby Brown
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10:51 19.02.2012
Massen von Fans bezeugen ihr Mitgefühl. Quelle: Justin Lane
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Newark

Ihr Filmpartner Kevin Costner und ihr Entdecker Clive Davis hielten bewegende Reden, ihre Cousine Dionne Warwick las ein Gedicht vor und Stars wie Stevie Wonder und Alicia Keys sangen zu Ehren von Houston, die eine Woche zuvor im kalifornischen Beverly Hills gestorben war. Am Ende der Zeremonie mit vielen Gospel-Songs wurde der Sarg zu den Klängen ihres Hits „I Will Always Love You“ aus der „New Hope“-Baptistenkirche getragen.

An diesem Sonntag soll Houston auf dem Fairview-Friedhof in Westfield, ebenfalls im US-Staat New Jersey, neben ihrem Vater beerdigt werden.

Newark. Mit einer fast vierstündigen Trauerfeier haben Familie und Freunde in Whitney Houstons Heimatstadt Newark vor den Toren New Yorks Abschied von der Popkönigin genommen. Bevor die Trauerfeier fast eine halbe Stunde zu spät losging, kam es beinahe zu einem Eklat um ihren Ex-Mann Bobby Brown, den viele für die Drogenprobleme der Pop-Diva verantwortlich machten.

Bevor die Trauerfeier fast eine halbe Stunde zu spät losging, kam es beinahe zu einem Eklat um ihren Ex-Mann, den viele für die Drogenprobleme der Pop-Diva verantwortlich machten. Bobby Brown fühlte sich vom Sicherheitspersonal schlecht behandelt, weshalb er das Gotteshaus nach wenigen Minuten wieder verließ. Er sei mehrfach umgesetzt worden und habe nicht neben Bobbi Kristina, seiner gemeinsamen Tochter mit Houston, sitzen dürfen. „In Anbetracht dieser Ereignisse habe ich dem Sarg meiner Ex-Frau einen Kuss gegeben und bin gegangen.“ Er habe keine Szene machen wollen, so Brown in einer Mitteilung, aus der die Zeitung „USA Today“ online zitierte.

Unter den Trauergästen waren prominente Weggefährten wie R. Kelly oder auch Kevin Costner, der eine der bewegendsten Ansprachen hielt. Gefasst, aber sichtlich gerührt, wandte sich Costner immer wieder direkt an die Familie und vor allem die 18-jährige Tochter von Houston. Der Schauspieler erinnerte sich an die Arbeit zum Kinohit „Bodyguard“ vor 20 Jahren: „Vor langer Zeit war ich dein Bodyguard, nun bist Du von uns gegangen.“ Gut könne er sich an die Zweifel erinnern, von denen die Sängerin oft geplagt worden sei.

„Es war ein Leben, das manchmal missverstanden wurde. Selbst von ihr“, sagte Houstons Schwägerin Patricia Houston im Namen der Familie. „Nippy“, so ein Spitzname von Whitney, habe aber immer ihr Bestes geben wollen, „auch wenn Menschen gemein zu ihr waren“.

Whitney Houstons Entdecker Clive Davis sagte: „Auf so eine Stimme wartet man sein ganzes Leben.“ Houston sei immer freundlich und nie arrogant gewesen. „Und Whitney liebte Musik. Whitney lebte Musik. Ohne ihr Gefühl, ohne ihr natürliches Genie wären wir ärmer gewesen. Und immer, wenn ich sie brauchte, war sie da. Sie war ein unendlich treuer Freund.“

Houstons Cousine Dionne Warwick, die die Zeremonie moderierte, las das Trauergedicht „Don’t Grieve for Me, Now I’m Free“ (Trauert nicht um mich, jetzt wo ich frei bin).

Zu Beginn der Zeremonie sagte Pastor Joe Carter: „Es ist keine Trauerfeier, wir feiern ihr Leben.“ Die Umgebung um die Kirche war von der Polizei in einem Umkreis von Hunderten Metern abgesperrt worden. Fans hatten aber am Abend zuvor Blumen und Dutzende bunte Luftballons vor der Kirche gelassen.

dpa

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