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Chemnitz zeigt umfangreiche Renoir-Ausstellung - erste Schau in neuen Bundesländern

Chemnitz zeigt umfangreiche Renoir-Ausstellung - erste Schau in neuen Bundesländern

Für Ostdeutschland ist es eine Premiere: Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigen ab Sonntag eine umfangreiche Werkschau des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir (1841-1919).

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Eine Mitarbeiterin der Kunstsammlungen Chemnitz trägt am 16.09.2011 ein Porträtfoto Pierre-Auguste Renoirs vor zwei Ölgemälden des Künstlers vorbei.

Quelle: dpa

Chemnitz. Bis zum 8. Januar werden unter dem Titel „Wie Seide gemalt“ 32 Gemälde und 60 Grafiken Renoirs präsentiert. Nach Museumsangaben handelt es sich dabei um die erste Einzelausstellung des Künstlers überhaupt in den neuen Ländern.

Zu den Höhepunkten zählen dabei Porträts und Akte verschiedener Frauen. Auf seinem 1868 und damit noch in seiner Frühphase entstandenen Bild „Im Sommer“ ist Lise Tréhot abgebildet, die Renoir mehrfach malte und bereits als 16-Jährige geliebt haben soll. „Seine Modelle waren zu einem großen Teil nicht nur seine Modelle“, sagt Kuratorin und Impressionismus-Expertin Karin Sagner. Selbst die Haushälterin sei eines Tages von Renoirs Ehefrau hinausgeworfen worden - es sei nicht schwer zu erraten, warum.

Sagner hält Kontakt zu Renoirs Urenkel und weiß, dass der aus einfachen Verhältnissen stammende Maler zu Lebzeiten ein Faible für Frauenhüte entwickelte und mit einer großen Sammlung zu Hause seine Modelle ausstattete. Die Damen sollten mit möglichst vielen Kleidern zu ihm ins Atelier kommen, damit er eine angemessene Auswahl treffen konnte. „Er liebte die Frauen - und das merkt man den Bildern an“, sagt Sagner. „Es ging ihm immer darum, das Schöne der Welt darzustellen.“ Renoir, der 78 Jahre alt wurde, aber wegen gesundheitlicher Beschwerden zwischenzeitlich aufs Malen verzichten musste, galt als äußerst produktiv: Sagner spricht von etwa 4000 Werken.

Die Chemnitzer, die erst im Vorjahr den Kritikerpreis „Museum des Jahres“ absahnten, sehen die Renoir-Schau als Höhepunkt ihres Ausstellungsjahres 2011. Die Gemälde konnten sie sich von privaten Eigentümern und aus vielen renommierten Museen zusammenleihen - etwa aus Paris, München, Stockholm, Versailles, Essen und Frankfurt/Main. Die Grafiken kamen vorrangig aus Saarbrücken - „als Gegenleihgabe ür unsere Schmidt-Rottluff-Ausstellung“, wie Museumschefin Ingrid Mössinger verrät. Sie verweist auch darauf, dass Renoir zu Lebzeiten sogar einmal in Chemnitz war - 1896, wenn auch nur als Durchreisender, per Bahn auf dem Weg von Bayreuth nach Dresden.

Dennoch können die Kunstsammlungen ihrer Renoir-Ausstellung noch eine ganz besondere Zusatznote aus dem Eigenbestand geben: Ihre zeitgleich präsentierte Kollektion französischer Seiden und Samte um 1900 soll in einen sinnlichen Dialog mit Renoirs Werken treten, heißt es.

Tino Moritz, dpa

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