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Christoph Schlingensief und der Biennale- Pavillon 2011 - Die Pläne sind geheim

Christoph Schlingensief und der Biennale- Pavillon 2011 - Die Pläne sind geheim

Die Kuratorin des Deutschen Biennale-Pavillons, Susanne Gaensheimer, weiß bisher nicht, was Christoph Schlingensief für 2011 plant.

Frankfurt/Main. Sie gehe aber davon aus, dass der Künstler eine neue Erfahrungsdimension in dieses Haus einbringen werde, sagte die Direktorin des Museums für Moderne Kunst Frankfurt. Die Berufung des schwer krebskranken Schlingensief trifft nicht nur auf Zustimmung.

Es gibt keinen Plan B

Die Kuratorin des Deutschen Biennale- Pavillons 2011, Susanne Gaensheimer, weiß noch „überhaupt nicht", was Christoph Schlingensief mit dem Gebäude vorhat. „Aber ich glaube, dass er eine neue Erfahrungsdimension in dieses Haus einbringen wird", sagte Gaensheimer am Dienstag. Sie erwarte auch, dass die soziale Komponente eine große Rolle spielen werde. Und dass es keine Ausstellung sein werde, die nach ihrer Eröffnung statisch so bleibe, sondern etwa auch das Publikum miteinbeziehe. Der an Lungenkrebs erkrankte Theater- und Opernregisseur Schlingensief nahm an der Pressekonferenz in Frankfurt nicht teil, weil er zu Untersuchungen in Berlin bleiben musste.

Einen „Plan B", falls Schlingensiefs Krankheit sein Mitwirken an der 54. Biennale verhindert, gibt es laut Gaensheimer nicht: „Seit vier Jahren lebt und arbeitet er mit der Krankheit. Es gibt keinen Anlass für Zukunftsprognosen und keinen Anlass für einen Plan B." Der in Berlin lebende Künstler hatte bereits 2003 mit seiner „Church of Fear" (Kirche der Angst) für Aufsehen auf der Kunstbiennale gesorgt.

Fähigkeit zur Wandlung und Hinterfragung

Gaensheimer (43) ist erst die zweite Frau, die den Deutschen Pavillon in seiner 102-jährigen Geschichte kuratiert. Sie betonte, dass für sie als Pavillon-Kommissarin die „Frage nach nationaler Repräsentation in Zeiten einer vollkommen globalen Welt" zentral sei. Auch deswegen hält sie Schlingensief (49) für den „perfekten Künstler für die Ausgestaltung des Pavillons in dieser Zeit": Er habe mit seinem „Operndorf"-Projekt in Burkina Faso und seiner jüngsten Oper „ Via Intolleranza II" gezeigt, dass er seine bisher auf Deutschland bezogenen Fragen in einen transnationalen Kontext stellen könne. Zudem hob Gaensheimer Schlingensiefs „Fähigkeit zur Wandlung und Hinterfragung" sowie die mediale Vielfalt und die „provokative Kraft" seines Werks hervor: „Allein seine Berufung hat gesellschaftliche Debatten ausgelöst - wie zuletzt um die Architektur des Pavillons." Gaensheimer wies die Kritik des Malers Gerhard Richter (78) an der Ernennung Schlingensiefs erneut zurück: „Ich kann seine Haltung überhaupt nicht nachvollziehen - gerade für jemanden, der ja selber mal Avantgarde war." Richter hatte die Berufung Schlingensiefs als „Skandal" und Zeichen für den Niedergang der Malerei gewertet: „Die nehmen einen Performer, dabei haben wir tausende Künstler."

dpa

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