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Kultur Clara-Zetkin-Park: Thomaner kommen zum Leipziger Musikpavillon
Nachrichten Kultur Clara-Zetkin-Park: Thomaner kommen zum Leipziger Musikpavillon
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23:59 27.08.2014
Der Musikpavillon hat sich als Kulturstandort etabliert: Das Orchester der Musikalischen Komödie spielte hier im Juli. Quelle: André Kempner

Auch das Krystallpalast Varieté kommt noch. Das Areal am Richard-Strauss-Platz hat sich längst wieder in bester Tradition als Kulturstandort etabliert.

Gastronom Eberhard Wiedenmann, der das Areal von der Stadt gepachtet hat, investierte mehr als eine Million Euro - darunter in die Restaurierung des Pavillons. Das Ergebnis: Im Vorjahr sind zu 40 großen und kleinen Konzerten etwa 100 000 Gäste gekommen - bei freiem Eintritt und ohne städtische Förderung. Die Saison ist noch nicht beendet: 2014 werden aber 14 große Orchester aufgetreten sein.

"Das ist ein enormer Zuwachs, auf den wir stolz sind", sagt Mike Demmig, der Veranstaltungsmanager. Für die Entwicklung des Clara-Zetkin-Parkes gilt der bei Besuchern beliebte Biergarten mit seinen rund 400 Plätzen inzwischen als Vorzeigeobjekt - wie aus dem Entwicklungskonzept hervorgeht, das gerade im Stadtrat diskutiert wird.

"Kultur- und Wirtschaftsförderung sieht anders aus"

Doch hinter den Kulissen sieht es weniger rosig aus. "Wir werden als reiner Gastronomiestandort gesehen", beklagt Demmig. "Kultur- und Wirtschaftsförderung sieht aber anders aus." Die Kosten für den Kulturbetrieb müssten erwirtschaftet werden - doch die Stadt halte den Veranstalter an der kurzen Leine. Vor allem bei der Entwicklung der Infrastruktur. Das sieht Inge Kunath, Leiterin des Amtes für Stadtgrün und Gewässer als Leipzigs oberste Parkchefin, anders.

"Wir finden immer ein Agreement, um Veranstaltungen zu ermöglichen." So konnte zur Fußball-Weltmeisterschaft beispielsweise Public Viewing stattfinden. Sie sei froh, dass der Musikpavillon so gut angenommen werde und habe nichts gegen die weitere Entwicklung etablierter Standorte - das müsse aber im Rahmen der bestehenden baurechtlichen Bestimmungen erfolgen.

Wiedenmann schwebt inzwischen vor, die Terrasse über die Wintermonate "als hölzerne Hütte" zu verkleiden, mit Fellen und Decken zu bestücken, damit der Betrieb auch in der kalten Jahreszeit floriert. Demmig: "Wir wollen unbedingt vermeiden, künftig Eintritt für bestimmte Konzerte zu nehmen." Gleichzeitig hat die Firma Architekturstudenten von der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur beauftragt, sich Gedanken über Zukunftsvisionen für den Standort zu machen - Ergebnisse stehen aber noch aus.

Wie berichtet, ist eine Toilettenanlage in Planung, die am Wirtschaftshof in die Tiefe gehen könnte - bislang gibt es aber keine Genehmigung. Offiziell heißt es in den Ämtern, dass die Stadt dem Ansinnen positiv gegenübersteht. "Es ist aber seine Geschäftsidee. Die finde ich prima und unterstütze sie", sagt Kunath.

Der Thomanerchor gibt am Sonntag, 14 Uhr, ein 20-minütiges Konzert, danach spielt das Johann-Strauss-Orchester. Bereits am Sonnabend, 14 bis 18 Uhr, ist das Landesjugend-Jazzorchester Sachsen zu hören.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.08.2014

Mathias Orbeck

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