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Kultur Corinna Harfouch: Unter DDR-Filmen war „unfassbar viel Schrott“
Nachrichten Kultur Corinna Harfouch: Unter DDR-Filmen war „unfassbar viel Schrott“
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10:15 20.09.2014
Hält das Film- und Fernseh-Erbe der DDR über weite Strecken für „Schrott“: Schauspielerin Corinna Harfouch (59). Quelle: dpa
Berlin

Es gab unfassbar viel Schrott, und der wird eben verschrottet“, sagte Harfouch der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Man muss nicht alles aufbewahren. Vieles war mittelmäßig, hässlich, grob und ungekonnt. Und das sehr absichtsvoll. Die Arbeiter-und-Bauern-Unterhaltung wollte ideologisieren und hat das mehr als holprig angestellt.“

Doch hat die Schauspielerin auch gute Erinnerungen an die konspirative und engagierte Stimmung, in der damals Kunst gemacht worden sei: „Ich habe das mal vermisst. Extrem“, sagte Harfouch. „Aber dann hat mich der Satz einer Freundin aus dem Westen aufgerüttelt, die mir gesagt hat: „Aha, aha, du brauchst für dein künstlerisches Wohlbefinden also eine Diktatur.“ Und es ist etwas Wahres dran: Kunst in der Diktatur macht auf eine ambivalente Weise viel mehr Spaß, man spürt sich ganz einfach mehr.“ Der Preis dafür sei allerdings zu hoch. Außerdem, so Harfouch, „stehen in der jetzigen Gesellschaft viel härtere Fragen an“.

dpa

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