Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -2 ° Schneeregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Da staunst du - Jüdisches Leben in Leipzig - Gemeinde erstmals 1230 schriftlich erwähnt

Da staunst du - Jüdisches Leben in Leipzig - Gemeinde erstmals 1230 schriftlich erwähnt

Im Jahr 1015 wurde "urbe libzi" erstmals urkundlich erwähnt. Zum Jubiläum Leipzigs 2015 zeigt die Serie "Da staunst du -" 100 Facetten der 1000-Jährigen. Diesmal: Jüdisches Leben in Leipzig.

Voriger Artikel
Vorwurf Steuerhinterziehung: Dirigent Fabio Luisi soll 180.000 Euro Strafe zahlen
Nächster Artikel
Bach-Porträt nach einjähriger Restaurierung wieder in Leipziger Museum zu sehen

Blick in die Synagoge in der Leipziger Keilstraße.

Quelle: André Kempner

Um 1230 wurde erstmals schriftlich die Existenz einer Jüdischen Gemeinde in Leipzig erwähnt.

1543 verbannte Herzog Moritz von Sachsen die Juden aus seinen Ländern.

Am 2. Juni 1847 wurde die Israelitische Religionsgemeinde offiziell gegründet. Die Große Gemeindesynagoge an der Gottschedstraße wurde am 10. September 1855 geweiht.

1911 stiftete der jüdische Musikverleger Henri Hinrichsen (Edition Peters) die erste deutsche Hochschule für Frauen.

1913 kamen 40 Prozent der Leipziger Gewerbesteuer aus dem Rauchwarenhandel. 480 von 784 Pelzhandelsunternehmen waren in jüdischer Hand.

Am 19. August 1920 wurde der erste jüdische Sportclub Bar Kochba gegründet. An diese Tradition knüpft der SV Makkabi Leipzig an.

1925 zählte die Gemeinde 12 594 Mitglieder, war die sechstgrößte Deutschlands.

Der jüdische Bankier Hans Kroch errichtete 1927/28 das 43 Meter hohe Kroch-Haus am Augustusplatz.

In der Progromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden 193 Geschäfte, 34 Privatwohnungen, drei Synagogen, vier Bethäuser, eine Friedhofskapelle, ein Altersheim und eine jüdische Schule zerstört. Die Synagoge in der Kantstraße wurde nicht zerstört.

Bei Kriegsende 1945 lebten noch 24 jüdische Frauen und Männer in der Stadt und begründeten die Gemeinde neu.

1966 erhielt der israelische Schriftsteller Schmu'el Josef Agnon zusammen mit Nelly Sachs den Literatur-Nobelpreis. Sein posthum veröffentlichter Roman "Herrn Lublins Laden" spielt in Leipzig, wo er in der Tschaikowskistraße 21 lebte.

1970 erhielt der Biophysiker und Neurophysiologe Sir Bernhard Katz den Medizin-Nobelpreis. Katz wurde am 26. März 1911 in Leipzig geboren und wohnte in der Tschaikowskistraße 13.

1990 zählte die Gemeinde 43 Mitglieder. Heute sind es rund 1300.

Seit Eröffnung am 15. Mai 2009 kamen rund 15 000 Besucher ins Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus.

Aller zwei Jahre findet die Jüdische Woche "Schalom" statt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2014

Torsten Plate und Steffen Held

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

Das Schumann-Haus Leipzig widmet sich dem Leben und Wirken des Komponisten-Ehepaars Robert und Clara Schumann. mehr

  • Leipziger Opernball 2017

    Schwungvoll im Dreivierteltakt: Hier finden Sie Infos und Fotos vom Leipziger Opernball 2017 unter dem Motto „Moskauer Nächte“ mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album 2
    Leipzig-Album 2

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr