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Da staunst du - dass 90 Prozent aller Noten in Leipzig gedruckt wurden

Da staunst du - dass 90 Prozent aller Noten in Leipzig gedruckt wurden

Im Jahr 1015 wurde "urbe libzi" erstmals urkundlich erwähnt. Zum Jubiläum Leipzigs 2015 zeigt die Serie "Da staunst du -" 100 Facetten der 1000-Jährigen. Diesmal: das Verlagswesen.

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Das Firmengelände des Verlages F. A. Brockhaus auf einer alten Postkarte.

Quelle: Repro LVZ

Leipzig. In der Blütezeit des Leipziger Buchwesens vor dem 1. Weltkrieg gab es in Leipzig 982 Verlage, 300 Druckereien und 173 Buchbindereien. 60 000 Menschen erwarben in der Branche ihr täglich Brot.

In der Blütezeit des Leipziger Buchwesens vor dem 1. Weltkrieg gab es hier 982 Verlage, 300 Druckereien und 173 Buchbindereien. 60 000 Menschen erwarben in der Branche ihr täglich Brot.

12 394 in- und ausländische Firmen von allen Kontinenten ließen sich ständig durch ihre Kommissionsbuchhändler vertreten.

Ausbildungsstätten wie die Buchhändlerlehranstalt, die Buchdruckerschule und die Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe befanden sich in der Messestadt.

Durch die Errichtung des Eilenburger Bahnhofes und eines Paketpostamtes im Graphischen Viertel war schon vor 1900 die Lieferung von Büchern in Deutschland innerhalb von 24 Stunden möglich.

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts gab der Reclam-Verlag Weltklassiker für die Massen heraus. Verkauft wurden sie unter anderem in Bücherautomaten, die auf Bahnhöfen standen. Zwei Silbergroschen kosteten die auch heute noch erhältlichen Heftchen.

Durch die zahlreichen nicht verkauften älteren Bücher in den Lagern der Verlage und Kommissionsbuchhandlungen erlangten auch Antiquariate in Leipzig Weltruhm.

Vor dem 1. Weltkrieg gab es etwa 60 Musikalienverlage und Spezialbetriebe für Notenstich und Musikaliendruck. Vier Firmen produzierten 90 Prozent des weltweiten Notenbedarfs.

Die erste Buchhandelsmesse gab es schon um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Damals vertrieben die Kaufleute Handschriften und frühe Drucke. Als der Kommissionshandel wuchs, nutzten die Verleger die Messe, um mit ihren Kommissionären abzurechnen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde aus der Waren- eine Mustermesse.

Als "Hauptstadt des Buches" war Leipzig weltweit bekannt. Der dänische Buchhändler Halfdan Jespersen sagte: "Wenn wir ... nach Leipzig ziehen, fühlen wir uns eben wie ... die Mohammedaner, welche eine Pilgerfahrt nach Mekka unternehmen".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2014

Katrin Kleinod

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