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23:59 26.02.2015
Das im Mai 2013 eingeweihte Denkmal für Richard Wagner von Stephan Balkenhol. Quelle: André Kempner

Bach, Wagner, Mendelssohn - sie sind unübersehbar und auf vielen Fotos verewigt, die Denkmäler, die an Personen und deren Wirken erinnern.

Als Touristenmagnete erweisen sich das 1903 eingeweihte Goethe-Denkmal auf dem Naschmarkt und das 1908 eingeweihte Neue Bach-Denkmal auf dem Thomaskirchhof. Die etwa 2,5 Meter hohen Bronzestatuen hat jeweils der Bildhauer Carl Seffner entworfen. Bronze gehörte zu den Hauptmaterialien bei der Gestaltung von Denkmälern.

Die Kosten für das Goethe-Denkmal beliefen sich auf 44000 Mark und für das Neue Bach-Denkmal auf 50000 Mark (heute etwa 260000 Euro). Nur wenige Schritte vom Neuen steht das Alte Bach-Denkmal in den Promenaden am Dittrichring, dessen Verwirklichung der privaten Initiative Felix Mendelssohn Bartholdys zu danken ist.

Seffner hat das Bach-Bild geprägt. Vom tatsächlichen Aussehen des Komponisten gibt es nur ungenügende Vorstellungen. Lediglich das Haußmann-Gemälde im Alten Rathaus gilt als authentisch.

Eine hohe Denkmalsdichte herrscht rund um die Moritzbastei: Entlang der Promenade mit dem umgangssprachlich bezeichneten "Schillerpark" gilt es, Robert Schumann, Otto Koch, Albrecht Thaer, Friedrich Schiller, Christian Fürchtegott Gellert sowie vor der Universität Gottfried Wilhelm Leibniz zu entdecken.

Ein Beispiel für eine Nachbildung ist das Mendelssohn-Bartholdy-Denkmal. 1936 hatten es die Nationalsozialisten abgerissen. 2008 wurde eine Kopie in den Promenaden am Dittrichring eingeweiht.

Auf Standbild, Büste oder Relief verzichtet das Goerdeler-Denkmal von 1999 an der Südwestecke des Neuen Rathauses: Ein fünf Meter tiefer und 2,75 Meter breiter Schacht mit einer Glocke und Textstellen ist entstanden.

Auch an den Initiator der Promenaden am Ring, Bürgermeister Carl Wilhelm Müller, erinnert ein Denkmal. Es steht in der Grünanlage gegenüber dem Hauptbahnhof und wurde im Jahr 1819 eingeweiht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Steffen Held

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