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Kultur Da staunst du - dass eine Brücke mindestens zwei Meter misst
Nachrichten Kultur Da staunst du - dass eine Brücke mindestens zwei Meter misst
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23:59 22.08.2014
Die König-Johann-Brücke in Plagwitz Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig zählt innerhalb seiner Stadtgrenzen aktuell 550 Brücken und hängt damit die Lagunenstadt Venedig ab, wo 426 Bauwerke dieser Art registriert sind.

340 Brücken sind Eigentum der Stadt. Deutscher Bahn, Freistaat Sachsen und anderen Eigentümern gehören 210.

Die längste Überbrückung der Stadt befindet sich mit einer Gesamtstützweite von 171,65 Metern im Zuge der Jahnallee über dem Elsterbecken, die Zeppelinbrücke.

Die Brücke mit der kürzesten Stützweite führt über den Bauerngraben in der Gustav-Esche-Straße. Sie ist gerade 2,10 Meter lang.

Bauwerke mit einer lichten Weite unter zwei Metern, werden offiziell nicht als Brücke klassifiziert.

Mit einer lichten Höhe von 8,50 Metern über der Parthe ist die Überbrückung am Gothischen Bad die höchste der Stadt.

Der niedrigste Steg führt über die östliche Rietzschke, im Volkshain Stünz, mit einer lichten Höhe von nur 30 Zentimetern.

Nach Angaben des Verkehrs- und Tiefbauamtes befindet sich das älteste Viadukt im Zuge der Seestraße zum Kulkwitzer See. Die Natursteinbrücke wurde vermutlich 1793 erbaut. Durch ein Stampfbetongewölbe wurde sie um 1900 verbreitert.

Ausgehend vom Brückenbestand der Stadt besteht ein jährlicher Finanzbedarf von rund 1,9 Millionen Euro für die Unterhaltung. Das schließt Prüfung, Wartung, Ersatz von Verschleißteilen und Reparaturen der Bauwerke ein.

Ausgenommen davon sind Ersatzneubauten wie beispielsweise die Antonienbrücke. Deren Neubau inklusive Straßendamm, kostete die Stadt Anfang des Jahres rund 15 Millionen Euro.

Jede Überbrückung der Stadt Leipzig wird alle drei Jahre durch die Abteilung Brückenbau- und Unterhaltung des Tiefbauamtes auf ihre Sicherheit und ihren Bestand geprüft.

Zwischen Saalfelder und Weißenfelser Straße hat jedes Viadukt noch den rechten Rundbogen, der zur Durchfahrt der einstigen Uferbahn diente.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.08.2014

Christin Pomplitz

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