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Kultur Da staunst du - was es mit der Straßenmusik in Leipzig alles auf sich hat
Nachrichten Kultur Da staunst du - was es mit der Straßenmusik in Leipzig alles auf sich hat
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23:30 04.02.2015
Marta bringt auf ihrem Akkordeon den Vorübergehenden französische Lieder zu Gehör. Quelle: Volkmar Heinz

Petersburg oder der Xylofonspieler Alex Jacobowitz treten laut Ordnungsamt besonders gern hier auf.

Straßenmusik ist in der Stadt generell ohne Erlaubnis möglich. Das gilt allerdings nur, wenn die Künstler ohne "elektroakustische Verstärker" und ohne einen "längerzeitlichen Verbleib an einem Standplatz" auftreten.

Straßenmusiker müssen daher alle 30 Minuten ihren Standort wechseln. Werden besonders laute Instrumente wie Percussions verwendet, muss der Wechsel schon nach 15 Minuten erfolgen.

Ein neuer Spielplatz muss mindestens 100 Meter von der vorherigen Spielstätte entfernt sein - erst dann gilt der Umzug als "deutlicher Standortwechsel".

Der geräumte Platz darf zudem erst nach einer Stunde neu besetzt werden. Außerdem darf ein und derselbe Musiker den gleichen Standort maximal zweimal täglich einnehmen.

Künstler, die einen Verstärker nutzen, müssen für jede halbe Stunde je nach Standort drei bis fünf Euro ans Ordnungsamt zahlen.

Bei Verstößen gegen das Sächsische Straßengesetz müssen die Künstler bis zu 500 Euro zahlen. Bei Verstößen gegen die Polizeiverordnung über öffentliche Sicherheit und Ordnung kommen bis zu 1000 Euro Strafe in Frage.

Verkaufen Straßenmusiker ihre CDs, dann gilt das nicht als Gewerbe. Darum benötigen die Künstler auch keine Reisegewerbekarte, sie müssen aber eine Sondernutzungserlaubnis haben.

Je nach Wetterlage treten etwa fünf Straßenmusiker in der Innenstadt gleichzeitig auf. Generell sind besonders viele Künstler zu Wochen- oder Spezialmärkten sowie anderen Veranstaltungen in der City zu hören.

Bei gutem Wetter beschweren sich übrigens beim Ordnungsamt mehr Leute über die Straßenmusiker als bei schlechtem. Der Grund: Bei Sonnenschein spielen mehr Musikanten auf.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.02.2015

Josephine Heinze

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