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Das Feilschen um die Landesbühnen Sachsen geht weiter

Das Feilschen um die Landesbühnen Sachsen geht weiter

Um die künftige Finanzierung der Landesbühnen Sachsen wird weiter gefeilscht. Nachdem der Stadtrat von Radebeul - dem Stammsitz des Mehrspartentheaters - eine einmalige Beteiligung von lediglich 150 000 Euro für dieses Jahr in Aussicht stellte, schaltete sich am Freitag Intendant Christian Schmidt besorgt ein.

Radebeul. Wenn die bereits für 2011 eingeplanten Beträge von 300 000 Euro und ab 2012 dann in doppelter Höhe nicht fließen würden, seien die Landesbühnen in ihrer Existenz gefährdet. Die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ hatten am Freitag für einen Bericht über die Landesbühnen die Überschrift „Wie auf dem Basar“ gewählt.

Die Landesbühnen Sachsen, die im Sommer auch den Zwinger in Dresden und die Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz bespielen, machten bisher in Regie des Freistaates Theater. Nach dem Willen der Regierung sollen sie aber in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt werden. Zugleich will Sachsen die Stadt Radebeul zur Kasse bitten, die am meisten von den Aufführungen profitiert. Das Kunstministerium setzte der Kommune ein Ultimatum. Demnach muss die Stadt bis zum 30. April erklären, ob sie sich künftig an der Finanzierung beteiligt. Für dieses Jahr sind 300 000 Euro veranschlagt, ab 2012 dann jeweils 600 000 Euro. Andernfalls soll es ab kommender Saison in Radebeul keine Vorstellungen mehr geben - für Intendant Schmidt ein unvorstellbarer Zustand.

Bereits in diesem Jahr waren erstmal Sachsens Kulturräume - per Gesetz definierte regionale Strukturen - in die Mitfinanzierung der Landesbühnen eingebunden worden. Weil die Mittel für die Kulturräume so geringer ausfallen, will die Stadt Leipzig Klage am Verfassungsgericht einreichen. Nach den Vorstellungen des Freistaates sollen die Landebühnen künftig mehr als „mobiles Theater“ die sächsische Provinz bereisen. Bislang lagen die staatlichen Zuschüsse für das Theater mit Oper, Schauspiel und Ballett bei 12,5 Millionen Euro pro Jahr. Der Gesamtetat inklusive Einnahmen beträgt rund 14 Millionen Euro.

dpa

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