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Das Grassi Museum zeigt seltene Meissener Porzellanschätze

Das Grassi Museum zeigt seltene Meissener Porzellanschätze

Die Meissener Porzellan-Manufaktur feiert in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag. Das Grassi Museum zeigt daher ab dem 12. März „Exotische Welten. Der Schulz-Codex und das frühe Meissener Porzellan“.

Leipzig. Der Schulz-Codex entstand um 1722/26 und ist eine Blättersammlung mit Motiven, die Porzellanmalern als Vorlage diente. Der Leipziger Kaufmann Georg Wilhelm Schulz (1873-1945) sammelte 124 figürliche Musterblätter und hinterließ dieser dem Museum. Die über 1000 Einzelskizzen stammen vermutlich aus der Hand des berühmten Meissener Porzellanmalers Johann Gregorius Höroldt und dessen Werkstattmitarbeitern.

Besonders in der Frühzeit der Meissener Porzellan-Manufaktur diente ein großer Teil davon als Vorlage für die dort tätigen Maler.

Weltweit weisen nahezu alle Porzellansammlungen verzierte Stücke auf, deren Motive auf Skizzen aus dem Schulz-Codex basieren. Erstmals wird der Kodex nun in seiner Gesamtheit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben diesen Blättern zeigt das Museum auch seltene, aus der Frühzeit der Meissener Manufaktur stammende Porzellane, die nach den Original-Skizzen bemalt wurden.

Die Bilder wirken wie in einer geheimnisvollen Welt des fernen Ostens. Mit prachtvoll gekleideten Chinesen, fantastischen Architekturen und exotischen Pflanzen sowie Tieren sind sie verziert. Die Europäer flüchten sich in ihren Bildern in eine heile Welt, um den Krieg zu verdrängen. Höroldt zeichnet eine Utopie des irdischen Glücks. Teetrinkende, Pfeife rauchende, spazierende Chinesen sind einige Beispiele für die Motivwahl.

Der Schulz-Codex bietet den größten Motivschatz an Chinoiserien – also Kunstwerken, die sich an chinesischen Vorbildern orientieren –, über den jemals eine Porzellanfaktur verfügte. Eine bedeutende Leistung der deutschen Porzellandekoration ist nicht nur der Codex sondern auch die „Höroldt-Malerei“.

Die Skizzen sind größtenteils Feder- bzw. Pinselzeichnungen in Tusche. Oftmals wurden auch die Techniken miteinander kombiniert. Meist verdecken die Federzeichnungen jedoch die hauchdünnen Grafit-Vorarbeiten. 

Die Ausstellung ist bis zum 13. Juni von dienstags bis sonntags, jeweils 10-18 Uhr geöffnet.

Nadja Topfstedt

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