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Den Beatles einen Schritt voraus - Clueso und Band feiern Jubliäum

Den Beatles einen Schritt voraus - Clueso und Band feiern Jubliäum

„Wir feiern zehn Jahre mit der Band - das ist länger, als es die Beatles gab“, scherzt der Sänger Clueso. Mit einer Silvestershow und einem Neujahrskonzert in der Erfurter Messehalle wollen die Musiker das Ereignis mit ihren Fans begehen.

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„Clueso“ sorgte im Sommer am Dresdner Elbufer für gefüllte Ränge.

Quelle: Stephan Lohse

Erfurt. Das Motto „Laut und Leise“ könnte kaum passender sein. Der Auftritt am Silvesterabend „wird sich entladen wie eine Rockshow“, meint der 32-Jährige.

Der Neujahrstag wird mit dem ersten und bereits ausverkauften „Sitzkonzert“ der Band gemütlicher. „Wir können endlich mal unsere ruhigen Songs hintereinander spielen“, sagt Clueso, der eigentlich Thomas Hübner heißt und mit leisen Kompositionen wie „Gewinner“ oder „Chicago“ auf sich aufmerksam machte. Auf beide Abende verteilt werden rund 40 Lieder zu hören sein.

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Erfurt. „Wir feiern zehn Jahre mit der Band - das ist länger, als es die Beatles gab“, scherzt der Sänger Clueso. Mit einer Silvestershow und einem Neujahrskonzert in der Erfurter Messehalle wollen die Musiker das Ereignis mit ihren Fans begehen. Das Motto „Laut und Leise“ könnte kaum passender sein. Der Auftritt am Silvesterabend „wird sich entladen wie eine Rockshow“, meint der 32-Jährige.

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Viel Überzeugungsarbeit musste Clueso nicht leisten, um seine Bandkollegen für die Idee zu gewinnen. „Die fanden das alle sofort geil und nach zehn Minuten war alles klar.“ Über die Jahre, sagt der Erfurter, sei aus der Zweckgemeinschaft ein Kreis geworden, in dem auch die Familie und andere Freunde aufgefangen werden.

Begonnen hat alles vor einem Jahrzehnt mit der Unterstützung des Künstlernetzwerkes „Zughafen“ im Erfurter Güterbahnhof. Clueso startete als Rapper und Breakdancer. Von Inspektor Clouseau aus dem Film „Der rosarote Panther“ lieh er sich den Künstlernamen aus. Seitdem ging es steil nach oben.

Es gab viele Gelegenheiten, mit Größen der deutschen Musikszene zusammenzuarbeiten. Eine besondere Herausforderung: Als Vorband für die Toten Hosen und Herbert Grönemeyer aufzutreten. „Du weißt, das Publikum ist nicht wegen dir hier. Umso schöner ist es dann, wenn sie sich für uns begeistern, weil sie merken, mit wie viel Leidenschaft wir dabei sind“, schaut Clueso zurück.

2011 coverte er mit Udo Lindenberg dessen Lied „Cello“, 2012 veröffentlichte er mit Wolfgang Niedecken und BAP die Single „All die Augenblicke“. Obwohl unterschiedliche Musikgenerationen aufeinandertreffen, gebe es Gemeinsamkeiten: „Es ist eine Sehnsucht da, mit Leuten etwas zu entwickeln, die dieselben Vorstellungen haben. Wir wollen etwas dauerhaftes schaffen und nicht immer den schnellen Weg gehen, vielleicht nehmen wir sogar einen Umweg.“

Gemeinsamkeiten gibt es auch gegen Rechtsextremismus. Beim Konzert „Rock’n Roll Arena in Jena“ trat Clueso mit Lindenberg, Peter Maffay und der Band Silly auf. Als Reaktion auf die Enthüllungen der aus Jena stammenden Neonazi-Zelle, die für zehn Morde und mehrere Raubüberfälle verantwortlich gemacht werden. Popmusiker Clueso sagte damals, Rechtsextremismus sei kein rein ostdeutsches Problem und Neonazis definitiv kein Überbleibsel der implodierten DDR.

Wohin der Weg die Band 2013 genau führen wird, steht noch nicht fest. Eine Tournee oder Festivalauftritte seien noch nicht geplant, aber so sei es auch 2012 gewesen, das zu einem ausgelasteten Konzertjahr wurde. Momentan entwickelt Clueso mit der Band Textideen für ein neues Album. „Wir haben Bock, ein richtiges Bandalbum zu machen, auf dem Clueso und Band noch einmal festgehalten sind.“

Experimentierfreude zwischen Rap, Elektronik, Pop, ruhigen Melodien und ein paar klassischen Tönen zeichneten die Vorgänger aus. Leichter werde es nicht, Texte zu schreiben. „Ich mache mir heute schon mehr Gedanken darüber, was ich schreibe. Besonders, wenn du weißt, dass sich Leute bestimmte Texte tätowiert haben.“ Ein Lieblingslied hat der Sänger nicht: „Mein Lieblingssong ist immer der letzte, an dem ich gearbeitet habe. Jetzt ist es gerade der mit meinen Opa.“ ## dpa-

Daniel Hofmann, dpa

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