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Kultur "Der attraktivste Rockopa im Rock-Business“ - Bela B. spielte in Leipzig
Nachrichten Kultur "Der attraktivste Rockopa im Rock-Business“ - Bela B. spielte in Leipzig
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10:24 09.12.2009
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Das Publikum erlag reihenweise – "eines der besten Konzerte der Tour", streute Bela B. immer wieder, wie das Salz in die Suppe, in die Auensee-Showarenaena. Die Fans schwenkten die Arme, zündeten Feuerzeuge, sangen, formulierten und schrien Liedzeilen heraus; und schafften es tatsächlich, Bela B. mit seinen Musikern nach zwei Stunden auch noch ein viertes Mal auf die Bühne zu holen.

Natürlich war auch dieser Auftritt in die Inszenierung dramaturgisch eingepasst. Bela B. stieg in 70er-Jahre Glamourkostüm die Showtreppe hinunter in den musikalischen Behandlungsraum. Auch seine reizende Begleitung Paule, die während des Konzerts durch ihre wild hin- und hergeworfene Haarpracht die Männerherzen im Raum verdrehte, hatte sich in ein Cocktail-Nachtkleidchen übergeworfen.

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Die Verarztung war bestens inszeniert. Fast diabolisch anmutend, in stechend rotem Hemd und leuchtenden Augen widmete sich Bela B. am Dienstag im fast ausverkauften Haus Auensee seinen Patienten. Das Publikum erlag reihenweise – "eines der besten Konzerte der Tour", streute Bela B. immer wieder ein.
Und schon ertönten die Onenightstand-Lyrics des neuen Albums. „Fuck people like you, fuck people like me“. Hier offenbarte sich noch einmal in der Schlusssequenz die Persiflage der Inszenierung, die Gradwanderung zwischen Ironie, Ernst und Ernstgemeintem. Die Frage nach eben dieser Gewichtung, wo hört die Ironie auf, fängt der Ernst an, oder umgekehrt, bleibt offen.  Das ungelöste Rätsel wurde vom „Boss Bela B." im verschmitzen Grinsen später wieder mit in die Umkleidekabine genommen. „Das war der attraktivste Rockopa im Rock-Business“ verabschiedet er sich. „Ich und Udo Jürgens, alle anderen sind Hänger.“

Ein großes Theater eines gekonnten Entertainers, der sich verschiedener Animiertechniken bedient, allerdings immer mit einem Augenzwinkern.

Katrin Tominski

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