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Der härteste Acker im Osten: Das With Full Force beginnt

Metal, Punk und Hardcore Der härteste Acker im Osten: Das With Full Force beginnt

Am Wochenende steigt zum 23. Mal das With Full Force. In Roitzschjora, am Rande der Dübener Heide feiert die Szene Ostdeutschlands größtes Festival für Metal, Punk, und Hardcore. 71 Bands warten darauf, gut 25.000 Besuchern was auf die Ohren zu geben.

Eine der beiden With-Full-Force-Bühnen bei Nacht (Archivbild).

Quelle: Norman Rembarz

Leipzig. Der Wetterbericht gehört in diesen Tagen für Markus Pudritz zum Standardprogramm: Immer wieder klickt der Technische Leiter des With Full Force (WFF) durch die Vorhersagen – und immer wieder streicht ein Lächeln übers Gesicht. „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, aber es sieht so aus, als könnten wir diesmal Glück haben“, meint der Produktionschef von Ostdeutschlands größtem Metal-, Punk- und Hardcore-Festival klar, das heute im kleinen Roitzschjora am Rand der Dübener Heide in seine 23. Auflage geht. Andere Festivals haben in dieser Saison schon mächtig gelitten: Rock am Ring musste wegen Unwettern Anfang Juni genauso abgesagt werden wie am vergangenen Wochenende das Hurricane und das Southside. „Nach all den Hitzeschlachten, Schlammfestspielen und Kälteeinbrüchen wäre es einfach nur schön, wenn es einfach mal normales Wetter geben könnte“, hofft Markus Pudritz. Auch die Erinnerungen an des vergangene Jahr sind nicht nur positiv: Das WFF musste am Sonntagabend wegen eines heftigen Gewitters abgebrochen werden.

Eines steht allerdings schon vor dem ersten Einstöpseln der Stromgitarren am Freitag um 13.45 Uhr fest: Deutschlands härtester Acker wird auch in diesem Jahr beben – mit einem Rekord-Line-Up und einer musikalischen Breite, die zuletzt aufgrund des corelastigen Fokus drohte, abhanden zu kommen. „Wir haben schließlich einen Ruf zu verteidigen“, erklärt Roland „Bogo“ Ritter, einer der drei WFF-Geschäftsführer und selbst einschlägiger Fan. Vergleiche mit dem Über-Festival Wacken mag er nicht sonderlich: „Wir werden zwar oft als kleine Schwester von Wacken bezeichnet, doch Wacken ist ein reines Metal-Festival – beim With Full Force stehen Metal, Hardcore, Punk und alle möglichen härteren Mischungen gleichberechtigt nebeneinander, und so vielschichtig ist auch das Publikum. Kommerziell versuchen wir natürlich, den Spagat zwischen Eintrittspreisen und Kosten – also Bands und Aufwand vor Ort – so zu meistern, dass die Besucher auf ihre Kosten kommen.“

Rund 70 Bands und zehntausende Besucher werden zum Metal-Festival "With Full Force" erwartet. Unsere Reporter sind dabei und wir haben die ersten Band-Fotos vom Event auf dem Flugplatz Roitzschjora. Foto: Susanne Richter

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Drei Bühnen in diesem Jahr

Ein Blick auf die 71 Bands, die das Festival an drei Tagen auf diesmal drei statt zwei Bühnen heimsuchen, genügt, um die Köpfe schon vorab kreisen zu lassen: Neben den Headlinern Slayer (Freitag), Amon Amarth (Sonnabend) und Five Finger Death Punch (Sonntag) beschallen unter anderem Szene-Schwergewichte wie Hatebreed, Behemoth, Walls Of Jericho, Bad Religion, Trivium, Anti Flag, Endstille oder Paradise Lost die Grashalme samt den momentan erwarteten 25.000 Besuchern. Die promillegeschwängerte Tanzfraktion wird unter anderem durch Bands wie 4 Promille, The Real McKenzies Frank Carter oder Buster Shuffle vollbedient. Neu ist eine dritte Bühne: Das Magazin „Metal Hammer“ gibt vor allem jungen Bands ein Podium, um vor Tausenden die Saiten zu malträtieren, darunter Unleash The Sky, Siberian Meat Grinder und Cry My Name, aber auch durchaus bereits prominentere Vertreter wie Raunchy, Varg oder The Hirsch Effekt. Außerdem wird das Festivalgelände zum größten und härtesten Public Viewing in Sachsen – weil kein WFF-Besucher auf die Fußball-Europameisterschaft verzichten soll, wird eine gewaltige LED-Großbildleinwand aufgebaut.

Neben der erlesen bestückten Running Order gibt es zwei weitere gute Nachrichten für Besucher. Erstens: Auch wenn sich das benachbarte Kieswerk weiter durch den Acker frisst, gibt es keine größeren Veränderungen. „Die Anfahrt erfolgt wie im vergangenen Jahr über die neue Zufahrt Schwarzer Weg, etwa einen Kilometer östlich von Roitzschjora. Dort befindet sich auch wieder der Fußgängereingang“, erklärt Technikchef Pudritz. Die bisher aufgrund von Bauarbeiten gesperrte Durchfahrt durch Löbnitz, dessen Ortsteil Roitzschjora ist, wird extra für das With Full Force bis Montag aufgehoben – die Straße hat zwar noch keinen Belag und kann deshalb nur langsam befahren werden, doch zumindest ist die Passage für die An- und Abreise möglich. Zweitens: Im Umfeld der beiden Bühnen soll es W-Lan geben. Und damit damit tatsächlich alle Besucher ihren Spaß haben, machen die Veranstalter – wie alle Jahre wieder – klar: „Wir sagen den Intoleranten, Nazis und Rassisten: Ihr habt hier nichts zu suchen.“ Deshalb werden auch Klamotten der Marke Thor Steinar nicht geduldet.

Eintrittskarten (Drei-Tage-Ticket 109,95 Euro) gibt es unter anderem in allen LVZ-Geschäftsstellen sowie vor Ort an den Kassen (Kombi- wie auch Tagestickets). Informationen zu Anfahrt, Bus-Shuttle vom Bahnhof Delitzsch, Bands und Running Order: www.withfullforce.de

Das With Full Force in Zahlen

71 Bands werden innerhalb von drei Tagen auf den drei Bühnen spielen
25 Kilometer Bauzaun werden aufgestellt, um die einzelnen Bereiche abzutrennen.
220 Tonnen Stahl sind nötig, damit die Bands auf der Hauptbühne, im Zelt und der Metal-Hammer-Bühne auftreten können.
10 Kilometer Stromkabel werden verlegt und 105 Stromverteiler aufgestellt. Die Generatoren liefern 2,5 Megawatt und verdampfen an den drei Tagen 132 000 Liter Diesel.
450 Security-Kräfte wachen pro Tag über die Sicherheit auf dem Gelände.
1200 Menschen umsorgen die Festivalbesucher, damit nichts schief geht – von den Klofrauen, über die Bierausschänker und Griller bis hin zu Sanitätern und Feuerwehrleuten
400 Dixie-Toiletten sowie 100 stationäre WC und 100 Duschen stehen zur Verfügung.
110 Container haben die Festivalmacher aufgestellt – für Bands und Betreuer, für Vorräte und auch Sanitäranlagen
250 Tonnen Müll bleiben vom Festival – ab Montag wird umweltgerecht sortiert.

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