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Deutschlands größtes Weltmusikfestival in Rudolstadt gestartet

Deutschlands größtes Weltmusikfestival in Rudolstadt gestartet

Von Soul- und Hip-Hop-Klängen bis hin zu Polka, Flamenco und äthiopischer Popmusik: Seit Freitagabend lockt das Tanz- und Folkfest wieder Zehntausende Musikfans nach Rudolstadt.

Rudolstadt. Mehr als 1000 Künstler aus aller Welt - darunter viele Straßenmusiker - haben sich angekündigt. Mit dabei sind etwa der US-Folkmusiker Arlo Guthrie, Sophie Hunger aus der Schweiz, die Gruppe Afro Celt Sound System und Blue King Brown aus Australien. Zudem wollen Tap Royal aus Deutschland und The Demon Barber Roadshow aus England den Stepptanz auf die Bühne bringen und die Zuschauer zum Tanzen animieren.

„Weltmusik ist in den vergangenen Jahren populärer geworden in Deutschland“, sagte Festivaldirektor Ulrich Doberenz. Dies zeige sich nicht nur in der stark gewachsenen Fangemeinde des TFF, das sich in den vergangenen 20 Jahren zu Deutschlands größtem Festival für Weltmusik gemausert hat. Deutlich werde dieser Trend auch an den vielen Konzerten, die der Rundfunk übers Jahr verteilt ausstrahle. Zudem gebe es etliche internationale Künstler, die mit Weltmusik experimentierten. Als Beispiele nannte er Peter Gabriel und den Österreicher Hubert von Goisern.

An die Anfänge des Festivals sollte am Freitagabend mit dem Konzert „TFF91 Revisited“ erinnert werden. Dafür hatten sich die Gruppe Jablkon aus Tschechien, Elena Ledda aus Italien und die Wellküren aus Deutschland angekündigt. Sie alle waren 1991 beim ersten TFF mit dabei.

„Besonders freue ich mich auf den Länderschwerpunkt Äthiopien, das Geburtsland meiner Frau“, sagte Kultusminister Christoph Matschie (SPD), der bei der Eröffnung dabei war. „Es ist ein Land mit einer reichen und alten Kultur.“ Für den Äthiopien-Fokus wurden mehrere Gruppen extra für das Festival eingeflogen.

Konkurrenz durch die Fußball-Weltmeisterschaft fürchten die Festivalmacher erklärtermaßen nicht. Da das Viertelfinalspiel Deutschland-Argentinien schon am Samstagnachmittag startet, können die Fans erst Fußball schauen und dann die Musik genießen. Die TFF- Organisatoren haben aber keine Großbildleinwand aufgestellt. Die Fußballfans müssen sich vielmehr einen Bildschirm in den Cafés und Kneipen suchen oder können im Rathaus das Geschehen verfolgen.

Musikalisch ist das WM-Gastgeberland mit Mgo und Pastor Mbhobho vertreten, die den Angaben nach für die Musik der jungen Südafrikaner stehen. Ihr Stil basiere auf verlangsamten House-Beats und ýAkkorden, dazu Gesang oder Sprechgesang in Zulu, Sotho, Tsotsitaal und anderen Sprachen. Das Land der deutschen WM-Gegner ist mit dem Argentinier Daniel Melingo vertreten, der mit seiner Reibeisenstimme Taschendiebe, Polizisten und unglücklich Verliebte besingt.

Zum Jubiläum trägt die Europäische Rundfunkunion EBU ihr „Contemporary Folk Music Festival“ in Rudolstadt aus. Die einzelnen Rundfunkanstalten haben dazu mehr als 20 Bands aus ihren jeweiligen Ländern nach Rudolstadt entsandt. Zudem werden am Samstag wieder die mit insgesamt 7500 Euro dotierten Weltmusikpreise RUTH vergeben. Geehrt werden die Gruppen Kwart aus Mecklenburg, Rotfront aus Berlin und Bayon aus Weimar sowie das Kulturzentrum Malzhaus in Plauen.

Eintrittspreise: Die Dauerkarte für alle drei Festival-Tage kostet 50 Euro, ermäßigt 25 Euro. Die Tageskarten kosten für Freitag oder Sonntag jeweils 24 Euro (ermäßigt 12 Euro), für Samstag 28 Euro (14 Euro)

Andreas Hummel, dpa

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