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Kultur „Dig, Dag, Digedag“ - Ausstellung in Leipzig zeigt legendäre DDR-Comics
Nachrichten Kultur „Dig, Dag, Digedag“ - Ausstellung in Leipzig zeigt legendäre DDR-Comics
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13:50 16.02.2012
Das 1965 geplante "Mosaik"-Buch zur Erfinder-Serie konnte nicht realisiert werden. Quelle: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
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Leipzig

Die Schau beleuchtet Entstehung und Geschichte des legendären Comic-Heftes sowie die politischen Rahmenbedingungen. „Dig, Dag, Digedag entführten ihre Leser aus der engen Welt der SED-Diktatur“, sagte ein Sprecher am Donnerstag in Leipzig.

Die drei kleinen Comic-Helden reisten mit Piraten in die Südsee, eroberten den Weltraum oder begaben sich auf Schatzsuche in Venedig. Ganz nebenbei vermittelten die Hefte so historisches und geografisches Wissen.

Die Ausstellung zeigt bis zum 13. Mai mehr als 250 bisher unveröffentlichte Originalzeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle aus dem Archiv, das Erfinder Johannes Hegenbarth alias Hannes Hegen 2009 dem Forum übergab. Unter Hegens Federführung entstanden zwischen 1955 und 1975 insgesamt 223 „Mosaik“-Hefte mit einer Auflage bis zu 660 000 Exemplaren.

Danach kam es zum Bruch zwischen Hegen und dem FDJ-Verlag Junge Welt in Berlin. Die Digedags verschwanden und wurden von den Abrafaxen abgelöst. Im Juni-Heft 1975 ritten die drei Comicfiguren in eine Fata-Morgana - und kehrten nicht mehr zurück.

dpa

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