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Kultur Duisburger Giacometti-Schau stärker bewacht
Nachrichten Kultur Duisburger Giacometti-Schau stärker bewacht
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13:04 04.02.2010
Alberto Giacomettis Skulptur "Walking Man I" bei der Versteigerung im Londoner Auktionshaus. Quelle: dpa
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Duisburg

„Es gibt jetzt eine andere Begehrlichkeit im Publikum“, sagte am Donnerstag der neue Direktor des Duisburger Wilhelm Lehmbruck Museums, Prof. Raimund Stecker. Andererseits werde das auf Bildhauerei spezialisierte Duisburger Lehmbruck Museum mit der größten Giacometti-Sammlung in Deutschland „unglaublich aufgewertet“, sagte der Museumschef der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Kehrseite des Rekordsumme bestehe darin, dass jetzt öffentliche Sammlungen noch weniger Werke des Künstlers erwerben könnten.

In London hatte Giacomettis Skulptur „Schreitender Mann“ bei einer Sotheby’s-Auktion am Mittwochabend für 74 Millionen Euro den Besitzer gewechselt - es ist die höchste Summe, die nach Angaben des Auktionshauses jemals bei einer Versteigerung für ein Kunstwerk geboten wurde.

Noch bis zum 18. April zeigt das Duisburger Haus die Ausstellung mit Plastiken, Gemälden und Zeichnungen, die sich um die Skulptur „Die Frau auf dem Wagen“ (1945) gruppieren. Hierfür hatte der Schweizer erstmals die große Form gewählt. Seine zerbrechlich wirkenden, überlängten Menschenbilder wurden später weltbekannt.

Als „Sensation auch für uns“ bezeichnete der Kurator der Duisburger Giacometti-Ausstellung, Gottlieb Leinz, die in London erzielte Rekordsumme. Er erwartet jetzt einen noch größeren Ansturm auf die Kunstschau. Die Rekordsumme sei „eine Anerkennung unseres Künstlers, der so lange zu uns gehört hat“. Im Jahr 1986 hatte das Duisburger Museum das Schlüsselwerk „Frau auf dem Wagen“ als einzige Gipsskulptur in einer öffentlichen Sammlung in Deutschland erwerben können.

dpa

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