Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Kultur Ehemaliger Thomaner lebt nicht mehr: Kammersänger Reiner Süß gestorben
Nachrichten Kultur Ehemaliger Thomaner lebt nicht mehr: Kammersänger Reiner Süß gestorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:46 22.02.2015
Reiner Süß ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin/Leipzig

Mit seiner DDR-Fernsehsendung „Da liegt Musike drin“ erreichte der Kammersänger zwischen 1968 und 1985 ein Millionenpublikum.

Als Moderator vereinte er Künstler der unterschiedlichsten Genres auf der Bühne. Klassik, Operette, Musicals, Volkslieder und Schlager hatten einen festen Platz in der Sendung des Bassbuffo. Süß, geboren am 2. Februar 1930 in Chemnitz, wurde in Leipzig bei den Thomanern ausgebildet. Von 1959 bis 1995 war er Ensemble-Mitglied der Deutschen Staatsoper. Er sang dort alle Partien des komischen Bassfaches sowie moderne Charakterrollen. So war er im „Rosenkavalier“ oder in den „Meistersingern von Nürnberg“ zu hören. 

Kritiker bescheinigten ihm eine große schauspielerische Leistung und würdigten ihn als Bass mit 100 Nuancen. Bei Gastspielen trat Süß quer in Europa auf. Auch nach seinem Abschied von der großen Bühne Mitte der Neunziger Jahre war er noch zu sehen, etwa als Frosch in der „Fledermaus“. 1990 trat Süß in die SPD ein. Von 1991 bis 1995 saß er für die Sozialdemokraten Hellersdorf im Berliner Abgeordnetenhaus. 2010 veröffentlichte er seine Memoiren - der Titel: „Da lag Musike drin“. (lvz)

lvz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Stattliche 1040 Lebensjahre spielten mit, würden alle 13 Mitglieder des Akkordeon Clubs Leipzig-Nord noch einmal gemeinsam auf der Bühne stehen. Doch diese Zeiten sind passé.

21.02.2015

Erneut vereint die hiesige Universitätsmedizin Gesangspädagogen, Logopäden und Ärzte aus ganz Europa bei einem Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme.

19.02.2015

Vor einem knappen Jahr wurde dem ZDF vom höchsten deutschen Gericht zu große Staatsnähe, zu wenig Transparenz und eine versteinerte, unzeitgemäße Zusammensetzung seiner Aufsichts- und Kontrollgremien bescheinigt.

18.02.2015
Anzeige