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F wie Fellini: Schaubühne feiert 90. Geburtstag des Meisterregisseurs

F wie Fellini: Schaubühne feiert 90. Geburtstag des Meisterregisseurs

Federico Fellini galt zeitlebens als ein vielfach interessierter, rastloser und für Überraschungen bekannter Filmemacher. Kaum einer seiner mehr als zwanzig Filme, wie etwa der mit einem Oscar prämierte Streifen „La Strada – Das Lied der Straße“, die rührselige Komödie „Ginger und Fred“ oder die Boulevard-Satire „La dolce vita - Das süße Leben“, gleicht dem anderen.

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Federico Fellini bei einer Pressekonferenz am 05.10.1984 in München.

Quelle: dpa

Auch Cineasten fällt es deshalb schwer, von einer klaren Handschrift des italienischen Leinwand-Altmeisters zu sprechen. Und dennoch ist der 1993 verstorbene Fellini einer der einflussreichsten und berühmtesten Regisseure, den die Halbinsel am Mittelmeer hervor gebracht hat. Anlässlich seines 90. Geburtstages am 20. Januar lädt die Schaubühne Lindenfels in den kommenden Wochen zur großen Fellini-Schau.

Neben einer umfangreichen Filmografie vom 2. bis 29. Januar im Programmkino der Schaubühne, die neben schon genannten Cine-Glanzlichtern u. a. auch Roberto Rossellinis Klassiker „Rom, offene Stadt“ ob Fellinis Mitarbeit am Drehbuch zeigt, sollen Vorträge, Ausstellungen und Multimedia-Collagen das Schaffen des großen Regisseurs näher beleuchten. In der Reihe „Kino im Visier“ will beispielsweise Prof. Uta Felten (Universität Leipzig) am 8. Januar zentrale Stationen im Leben des Regisseurs analysieren und „epistemologische Brüche und Umbrüche seines Werkes“ umreißen. Die Filminstallation „Luci del cinema“ widmet sich vom 11. bis 15. Januar anhand von Dia-, Video und Soundprojektionen Fellinis überaus detailverliebter und akribischer Arbeit mit seinen Darstellern. Im „ZeitKino: F wie Fellini“ sind ab 20. Januar durchgehend Dokumentationen zum Schaffen Fellinis zu sehen. Und nicht zuletzt steht auch die zweite „Akkumulatornacht“ der Schaubühne am 16. Januar komplett im Zeichen von Federico Fellini. Wie es heißt, prägen hier Bilder, Klänge, Worte und Aktionen in allen Veranstaltungsräumen des Hauses eine Hommage an den Filmzauberer. Im Café Nora Roman sind dazu beispielsweise Miniaturverweise zu den Filmen Fellinis versteckt, eine fiktive Wanderung führt durch Fellinis letzten, nie gedrehten Film, während auch an diesem Abend die Filminstallation „Luci del cinema“ Fellinis Schauspielerriege hofiert. Für das musikalische Verlangen soll es zudem ein Live-Konzert geben.

Federico Fellini gilt als einer der Hauptvertreter des Italienischen Neorealismus. Er wurde 1920 in Rimini geboren und arbeitete beim Zirkus, als Karikaturist, Journalist und Drehbuchautor bevor er selbst auf dem Regiestuhl Platz nehmen konnte. Mit seinem fünften Kinofilm „La Strada - Das Lied der Straße“ gelang ihm 1954 der große internationale Durchbruch. Er erhielt für das Melodram um ein ärmliches Schaustellerpaar u. a. den silbernen Löwen in Venedig und einen Oscar als bester ausländischer Film. Bis zu seinem durch ein Herzleiden ausgelösten Tod 1993 war Fellini als Regisseur aktiv und hinterließ insgesamt 23 Filme für die große Leinwand.

Das komplette Programm der Fellini-Festtage steht auf der Homepage der Schaubühne Lindenfels.

Matthias Puppe

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