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Kultur Fatih Akin im Rennen um die Goldene Palme
Nachrichten Kultur Fatih Akin im Rennen um die Goldene Palme
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16:09 13.04.2017
Diane Kruger in einer Szene von Fatih Akins neuem Film „Aus dem Nichts“ , der in Cannes vorgestellt werden soll. Quelle: dpa
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Cannes

Wunder geschehen immer wieder, sogar in Cannes: Als das prestigeträchtige Festival im Vorjahr Maren Ades Tragikomödie „Toni Erdmann“ annoncierte, war die deutsche Kinoszene schier aus dem Häuschen. Der erste deutsche Wettbewerbsfilm nach acht Jahren Abstinenz! Und nun folgt sogleich Fatih Akin mit dem Hamburg-Thriller „Aus dem Nichts“, in dem der deutsche Hollywood-Export Diane Kruger eine Frau spielt, die auf Rache für ihre getötete Familie sinnt.

Obwohl: Ganz so wundersam ist die Einladung für Akin gar nicht. Der Hamburger hat sich den Zutritt redlich verdient. An der Côte d’Azur gewann er bereits vor zehn Jahren mit „Auf der anderen Seite“ den Drehbuch-Preis (auch seine Dokus „Müll im Garten Eden“ und „Crossing the Bridge“ liefen dort). Und Cannes steht nicht nur für große Filmkunst und noch größeren Glamour, sondern auch für Treue zu seinen Gästen.

Das lässt sich beim 70. Festival vom 17. bis 28. Mai trefflich belegen: Der Österreicher Michael Haneke hat mit „Happy End“ die Chance auf seine dritte Goldene Palme – nach „Das weiße Band“ und „Liebe“. Weitere Wiederholungstäter: die US-Regisseure Sofia Coppola (vor elf Jahren mit „Marie Antoinette“ dabei) und Todd Haynes („Carol“), der Grieche Yorgos Lanthimos („Der Lobster“), die Japanerin Naomi Kawase („Still the Water“) und der Russe Andrej Swjaginzew („Leviathan“). Die Gastgeber sind wie immer mit François Ozon, Arnaud Desplechin, Michel Hazanavicius und Jacques Doillon gut gebucht.

In der renommierten Nebenreihe „Un Certain Regard“ ist übrigens gleich noch eine Deutsche gemeldet: Valeska Grisebach mit „Western“. Und wer hat ihre Geschichte über einen deutschen Bauarbeiter-Trupp in der bulgarischen Provinz produziert? Tja, Cannes-Veteranin Maren Ade. Cannes 2017 könnte glatt noch zu einem deutschen Jahr werden.

Von Stefan Stosch

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