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Kultur „Eine bretonische Liebe“ – Vater oder nicht Vater?
Nachrichten Kultur „Eine bretonische Liebe“ – Vater oder nicht Vater?
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06:00 21.12.2017
Familie ist schwer: Erwan (François Damien) lässt einen DNA-Test machen, um Erbkrankheiten beim Kind seiner schwangeren Tochter Juliette (Alice de Lencquesaing) abzuklären. Das hat Folgen. Quelle: Foto: Arsenal
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Hannover

Franzosen mit ungeordneten Vaterverhältnissen häufen sich auf unseren Leinwänden. Gerade erst trat ein Angestellter einer Pariser Trockenfutterfirma „Die kanadische Reise“ an, um mehr über seinen ihm bis dato unbekannten Erzeuger zu erfahren. Nun begibt sich ein Minenentschärfer gleich auf eine doppelte Vatersuche und stürzt sich noch dazu in „Eine bretonische Liebe“. Erwan (François Damien) lässt einen DNA-Test machen, um mögliche Erbkrankheiten beim Kind seiner schwangeren Tochter Juliette (Alice de Lencquesaing) abzuklären.

Für Komplikationen ist bestens gesorgt

Nebenbei stellt sich heraus, dass sein leiblicher Vater ein anderer ist als bisher vermutet – ein gewisser Joseph (André Wilms), den er aufsucht. Dann verliebt er sich in Anna (Cécile de France) – und ahnt nicht, dass sie Josephs Tochter ist.

Für Komplikationen ist also gesorgt – zumal Erwan auch noch herauszufinden versucht, wer denn der Papa des Kindes seiner Tochter ist. Dieser Handlungsstrang beinhaltet einen Schwachpunkt des Films. Der am ehesten infrage kommende Kandidat ist arg dümmlich gezeichnet. Bei allem anderen vergreift sich Carine Tardieu indes nicht im Ton. Letztlich stellt sie die Frage, was Familie und Vatersein ausmacht.

Von Jörg Brandes / RND

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