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Finanzspritze für die Muko perfekt - Proberaum und Künstlergarderobe geplant

Finanzspritze für die Muko perfekt - Proberaum und Künstlergarderobe geplant

Im Kampf um den Erhalt der Musikalischen Komödie (Muko) ist gestern ein wichtiger Etappensieg geglückt: Der Freistaat und die Stadt machten ihre Ankündigungen wahr und gaben verbindliche Fördermittelzusagen, durch die in den nächsten Monaten insgesamt 2,1 Millionen Euro in den Standort investiert werden können.

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Die Musikalische Komödie Leipzig (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Mit dem Geld wird das Nachbargebäude Dreilindenstraße 24 saniert und mit dem Hauptgebäude verbunden. Dadurch entstehen neue Räume für die zurzeit noch im Keller der Muko befindlichen Künstlergarderoben; im Dachboden wird ein Probenraum entstehen. "Mit diesem Vorhaben wird eine Vorgabe erfüllt, die die Leipziger Baupolizei der Muko schon im Jahr 1913 stellte", erklärte gestern der technische Direktor Frank Schmutzler. "Schon damals war beanstandet worden, dass sich die Garderoben im Keller befinden."

Zur Übergabe des Fördermittelbescheids war Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) gestern nach Leipzig gekommen und machte sich ein Bild von den beengten und feuchten Räumen im Untergeschoss. Dabei stellte er sich ausdrücklich hinter diese Einrichtung. "Mit der Erweiterung der Musikalischen Komödie stärken wir eines der wichtigsten deutschen Operettenhäuser und eine tragende Säule der Leipziger Kulturlandschaft", sagte er.

Wie berichtet wurde die Finanzspritze nur durch eine Bündelung der Kräfte möglich. So fließen neben 1,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und 300 000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" auch 324 848 Euro Eigenmittel der Stadt Leipzig in das Objekt. "Das Vorhaben sichert nicht nur den Spielbetriebe ab, sondern hilft auch bei der Aufwertung von Lindenau, die seit Jahren von vielen Akteuren engagiert vorangetrieben wird", betonte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos).

Die Stadt hat das unter Denkmalschutz stehende Gründerzeit-Wohnhaus Dreilindenstraße 24 bereits erworben und baulich gesichert. Das Erdgeschoss und zwei Obergeschosse sollen jetzt für die Garderoben- und Arbeitsräume der Muko fit gemacht werden. "Dadurch erreichen wir eine gravierende Verbesserung der bis dato schwierigen Arbeitsbedingungen", sagte Betriebsdirektor Torsten Rose. Zur Sicherung der Rettungswege wird die Holztreppe durch eine nicht brennbare Konstruktion ersetzt; außerdem ist ein Anbau für ein zweites notwendiges Treppenhaus mit einem Fahrstuhl vorgesehen. Die Verbindung mit dem Bühnengebäude soll durch einen eingeschossigen Neubau hergestellt werden. Außerdem wird die Klinker- und Stuckfassade des aus dem Jahr 1905 stammenden Gebäudes denkmalgerecht aufgearbeitet.

Begrüßt wurde die Entwicklung gestern auch von Bewohnern des Stadtteils. Stadtrat Christian Schulze (SPD) und Eva Brackelmann vom Stadtbezirksbeirat Alt-West erklärten, dass jetzt "die leidige Standortdebatte um die Musikalische Komödie endgültig vom Tisch" sei. "Im Jahr 2003 haben wir das erste Mal in einer Runde mit Künstlern, Stadtteilakteuren und parteipolitisch Aktiven zusammengesessen und langfristige Planungen für die Musikalische Komödie und die Funktion als Standortfaktor erarbeitet", sagte Beiratsmitglied Brackelmann (SPD). "Da ist die heutige Übergabe des Fördermittelbescheides einfach klasse und der Erfolg von vielen Menschen." Schulze betonte, die Muko sei "nicht nur kulturpolitisch, sondern für die Frage der Stadtentwicklung im Leipziger Westen entscheidend". Es sei unstrittig, dass das Operettenhaus für Leipzig ein Alleinstellungsmerkmal ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.05.2014

Tappert, Andreas

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