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Kultur Fotografin Bettina Flitner befragt Leipziger zur Asylsituation
Nachrichten Kultur Fotografin Bettina Flitner befragt Leipziger zur Asylsituation
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13:58 10.02.2016
Fotografin Bettina Flitner fragte Leipziger und Passanten zur Asylsituation. Quelle: Bettina Flitner
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Leipzig

Im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig wird seit Mittwoch ein Foto-Projekt zum Umgang mit der Flüchtlingsfrage fortgesetzt. Ausgestellt sind Fotografien der Künstlerin Bettina Flitner, die sowohl prominente Leipziger als auch Passanten gefragt hat: „Was meinen Sie - schaffen wir das mit den Flüchtlingen?“, wie das Museum mitteilte. Bereits im November ließen sich die ersten Leipziger von der Fotografin mit einem Schild in der Hand ablichten, auf dem ihre Meinung stand. Nun werden neue Bilder angefertigt, die bis zum 20. März im Museum zu sehen sind.

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Anja, 26, Studentin: "Ein Land kann dieser Situation nicht Herr werden. Man merkt wie ohnmächtig und ratlos die Regierung ist. Deutschland ist mitverantwortlich für die Lage in den Herkunftsländern. Wir müssen hier helfen und vor allem dort die Ursachen angehen und ändern."

Ihre Meinung öffentlich präsentiert haben unter anderen Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), die Thomaskirchen-Pfarrerin Britta Taddiken und der „Prinzen“-Sänger Sebastian Krumbiegel. Bei den Passanten gehen die Meinungen oft weit auseinander, viele eint der Fotografin zufolge aber der Wunsch, sich zu dem Thema zu äußern. Mit der Neuauflage des Projekts wollte Flitner nach Angaben des Museums auch ergründen, ob sich neue Aspekte in den Aussagen feststellen lassen, etwa mit Blick auf die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht.

Dem Zeitgeschichtlichen Forum zufolge soll das Fotoprojekt auch als Ergänzung zu der aktuellen Sonderausstellung „Immer bunter! Einwanderungsland Deutschland“ verstanden werden. Diese Schau beleuchtet die Zuwanderung nach Ost- und insbesondere Westdeutschland seit 1945 und ist noch bis zum 17. April geöffnet.

LVZ

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