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Kultur Freiluftausstellung im Leipziger Clara-Park – Brücke zwischen Kunstszene und Innenstadt
Nachrichten Kultur Freiluftausstellung im Leipziger Clara-Park – Brücke zwischen Kunstszene und Innenstadt
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13:58 06.09.2013
Kunst im Park: Bis Anfang Oktober sind an der Anton-Bruckner-Allee großflächige Kunstdrucke zu sehen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Wir stellen hier junge Künstler – vor allem aus Leipzig – aus“, erklärte Mitorganisator Steve Uhlig gegenüber LVZ-Online.

Mit der Freiluftgalerie sollen Barrieren abgebaut werden: „Viele haben ja Berührungsängste mit Museen oder Galerien. Dort gehen ja eher nur Eliten hin“, so Uhlig. Der ungewöhnliche Ausstellungsort am Rondell der beliebten Parkanlage könne die junge Kunst nun näher zum Menschen bringen. Uhlig hat gewisse Erfahrungen beim Kultur-Transfer. Als Mitbegründer der Agentur Active Art vermittelt er sonst Kunstgegenstände an Unternehmen. In Zusammenarbeit mit der Marketingagentur "Bindabei" entstand dann die Idee zur Initiative LYC. „Das Projekt hat einen sehr gemeinnützigen und nachhaltigen Charakter“, so Uhlig weiter.

Leipzig. Ins dichte Getümmel der Wahlplakate im Leipziger Clara-Zetkin-Park hat sich in den vergangenen Tagen auch etwas Kunst gemischt. Auf dem Brahms- und dem Franz-Schubert-Platz, entlang der Anton-Bruckner-Allee, hat die Initiative Leipzig Young Contemporary (LYC) insgesamt 17 großflächige Banner mit unterschiedlichen Motiven aufhängen lassen.

In einer offenen Ausschreibung konnten sich junge Künstler mit ihren Werken für die Freiluftgalerie bewerben. Am Ende setzten sich auch viele Studierende der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) durch, deren Bilder abfotografiert, und auf jene Banner gedruckt wurden, die nun im Park zu sehen sind. Das Geld für Druck und Aufstellung kam aus vielfältiger Sponsorenhand. „Bis buchstäblich zur letzten Minuten haben wir noch Unterstützer gesucht“, sagte Agentur-Chef Uhlig. Betrachter, die Interesse an den Originalen haben, können sich über die Webseite der Aktion an die Künstler vermitteln lassen.

Die Schau von Leipzig Young Contemporary ist noch bis zum 3. Oktober zu sehen. Danach sollen weitere Projekte folgen. „Das ist jetzt unser Pilot, bei dem wir auch testen wollen, was alles zu beachten ist“, erklärte Uhlig mit Dank an die Stadtverwaltung. Diese warb bei den Organisatoren sogar für regelmäßige Ausstellungen dieser Art in der Stadt. Denn laut Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), der die Freiluftgalerie am Donnerstag eröffnete, könnte damit eine Brücke zwischen der Kunstszene im Westen Leipzigs und der Innenstadt geschlagen werden.

Mehr zum Projekt: www.youngcontemporary.de

Matthias Puppe

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