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Für Regisseur Wim Wenders werden Raum und Zeit durch 3D-Kino neu erfahrbar

Für Regisseur Wim Wenders werden Raum und Zeit durch 3D-Kino neu erfahrbar

Das 3D-Kino macht Raum, Zeit und das „Dazwischen zwischen den Menschen" nach Ansicht des Regisseurs Wim Wenders ganz neu erfahrbar. „Der Raum ist plötzlich etwas, über das man verfügen kann", sagte Wenders (64) am Dienstag auf dem Internationalen Filmkongress in Köln.

Köln. Der Filmemacher ( „Paris, Texas", „Palermo Shooting") dreht zurzeit seinen Film „Pina" über das Tanztheater Pina Bauschs in 3D. „Vor der neuen 3D-Technik hatte ich nicht gedacht, dass man Tanz adäquat filmen könnte." Es sei „atemberaubend, wie anders man nun einen Menschen sieht."

Technische Schwierigkeiten

Wenders sieht die Zukunft des 3D-Kinos weniger in der Unterhaltung als im Dokumentarfilm. „Man kann mit 3D einen neuen Zugang zur Realität schaffen, weshalb diese Technik besonders für den Dokumentarfilm geeignet ist", sagte Wenders. „Die Zukunft von 3D liegt nicht da, wo sie gerade angewendet wird, nämlich im Spektakel- oder Animationsfilm." Die Technik, bei dem ein stereoskopisches Verfahren ein bewegtes Bild mit räumlicher Tiefe schafft, werde den Dokumentarfilm im Kino retten. Bei den Dreharbeiten zu „Pina", die mit dem Tod der Tänzerin vor einem Jahr (30. Juni 2009) zunächst abgebrochen, dann aber fortgeführt worden waren, habe er allerdings die technischen Schwierigkeiten mit 3D entdeckt. „Anfangs war das ziemlich massiver Kram: Zwei stereoskopische Kameras mit einem Spiegel verbunden, acht Motoren, um die Kameras zum Laufen zu bringen".

Die Kamera muss sich bewegen

Die ersten Testaufnahmen seien erst einmal erschreckend gewesen, „keine fließenden, natürlichen Bewegungen, wie wir es brauchten." Das sei auch bei James Camerons 3D-Film „Avatar" nicht anders. „Es ist gruselig, wie die Menschen sich da bewegen." Inzwischen hätten sie einige Probleme behoben und könnten zudem mit tragbaren, mobilen Kameras drehen. „Die Kamera muss sich bewegen, sonst ist viel von dem 3D-Effekt verschenkt." Der Film soll Ende 2010 fertig sein. Der Internationale Filmkongress der Filmstiftung NRW findet im Rahmen des medienforum.nrw statt.

dpa

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