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Eine düstere Reise ins Prag der Zukunft

Deus Ex: Mankind Divided Eine düstere Reise ins Prag der Zukunft

Was bringt die nahe Zukunft? Das neue Action-Rollenspiel „Deus Ex“ findet eine plausible Prognose. Unser LVZ-Spieletipp der Woche schickt Gamer auf eine Zeitreise ins Prag des Jahres 2029. 

Düstere Zukunft: "Deus Ex: Mankind Divided" spielt im Prag des Jahres 2029.

Quelle: Square Enix

Auf den ersten Blick sieht es aus, wie ein Actionspiel mit Abwechslung: Ein Geheimagent im futuristischen Trenchcoat steigt beim Feind ein. Er kann um sich ballern, aber er kann auch lautlos schleichen, Gegner betäuben, Türschlösser knacken und durch Lüftungsschächte krabbeln. Das neue „Deus Ex“ wirkt wie ein variantenreicher Ego-Shooter. Aber es ist mehr. Es ist vor allem eine politisch brisante Geschichte.

Es geht um Cyborgs, also um technisch aufgerüstete Menschen. Künstliche Augen, Arme und Beine waren in der Welt von „Deus Ex: Mankind Divided“ , das im Prag des Jahres 2029 spielt, erst begehrt. Dann fielen die sogenannten Augmentierungen in Ungnade. Nach einer beispiellosen Terrorwelle halten Normalos die neuen Übermenschen für tickende Zeitbomben. In vielen Städten entstehen Ghettos für die gefährlichen Zeitgenossen.

„Deus Ex: Mankind Divided“ – der Nachfolger des fünf Jahre alten Action-Meilensteins „Human Revolution“ – steckt seine Spieler erneut in die Haut des hochgerüsteten Agenten Adam Jensen. Er ist mehr Maschine als Mensch. In seinen schwarzglänzenden Ellenbogen stecken tödliche Klingen. Sogar die Sonnenbrille ist fest in seinem Kopf verankert. Ausgerechnet er muss versuchen, die Gewaltspirale anzuhalten.

Gut geschlichen

Aber nicht Jensen ist der Star des Spiels, sondern Prag. U-Bahn-Wagons, Cafés, Sitzbänke – überall werden Cyborgs wie er abgewiesen. Das deprimierende Setting wird bis in die Wohnzimmer erkundet, gelegentlich unterbrochen durch Spionageaufträge im Rest der Welt. Losgeschickt wird Jensen von einer zwielichtigen Anti-Terror-Einheit. Er hat freie Hand und kann seine üppigen Fähigkeiten im Laufe des Spiels entwickeln. Er wird zu einer lebendigen Taserwaffe, hackt Kameras aus der Ferne oder macht sich einfach unsichtbar. Wenn Jensen in den Händen seiner Spieler zu einem lautlosen Phantom wird, das sich durch Hochsicherheitsanlagen wühlt, schleicht und hackt, dann ist „Mankind Divided“ brillant.

Eine Reise ins Prag von Morgen: Meisterlich malt „Deus Ex: Mankind Divided“ seinen realistischen Alptraum von unserer nahen Zukunft aus.

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Ein Meisterwerk ist dieser Agententhriller, der sich an erwachsene Spieler richtet, aber nicht geworden. In den Straßen, Apartments und Abwasserkanälen Prags verstecken sich berührende Schicksale. Dagegen ist die eigentliche Geschichte des Spiels trotz des spannenden düsteren Zukunftsszenarios der reinste B-Movie. Die Haupthandlung verirrt sich zwischen Geheimgesellschaften, Plottwists und eindimensionalen Bösewichten. Doch für die Reise nach Prag lohnt sich dieses Spiel allemal.

Von Jan Bojaryn

Wertung und Infos

4 von 5 Punkten

Genre: Action-Rollenspiel
Erscheinungsdatum: 23. August 2016
Plattformen: PC, Playstation 4 und Xbox One
Preis: 50 bis 70 Euro
Jugendfreigabe: ab 18 Jahren
Entwickler: Eidos Montreal
Publisher: Square Enix
Website: www.deusex.com

Das sollten Eltern wissen

Der USK-Freigabe-Sticker sagt alles: Das neue „Deus Ex“ ist ein Spiel für Erwachsene. Zwar ist es nicht besonders blutrünstig – Adam Jensen kann die komplette Kampagne durchspielen, ohne einen Menschen zu töten. Aber das explizite Töten bleibt immer eine Option. Auch das Szenario richtet sich an erwachsene Menschen. Terroranschläge, grassierender Rassismus, politische Intrigen bilden den Hintergrund der Geschichte. Wer die Anspielungen versteht und einordnen kann, der erlebt spannende Unterhaltung.

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