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16:11 16.05.2018
Kreatives Affentheater: Mit "Donkey Kong Country: Tropical Freeze" haucht Nintendo einer Spieleperle neues Leben ein. Quelle: Nintendo
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Leipzig

Donkey Kong hat es wahrlich nicht leicht: Obwohl er seinen ersten Auftritt gemeinsam mit Klempner Super Mario 1981 im Arcade-Klassiker „Donkey Kong“ hatte (und auch noch als Namenspate für das Spiel fungierte), reichte es nie zum ganz großen Ruhm. Als B-Promi in der Liste der Nintendo-Maskottchen bekommt er dennoch alle paar Jahre ein neues Spiel spendiert, in dem er seinen Dschungel vor fremden Gefahren retten muss.

In „Donkey Kong Country: Tropical Freeze“ – vor vier Jahren bereits für die Wii U erscheinen und nun in neuer Auflage für die Switch erhältlich – kommen die Gefahren aus der arktischen Kälte des Südpols. Eine Armada von Wikinger-Pinguinen überrennt das Tropenparadies, weshalb „DK“ und seine Kumpanen zur nächsten Rettungsmission aufbrechen müssen.

Laufen, Springen, Greifen, Stampfen und Rollen: Im Jump-and-Run "Donkey Kong Country: Tropical Freeze" überrennt eine Armada von Wikinger-Pinguinen das Tropenparadies. „DK“ und seine Kumpanen müssen zur Rettungsmission aufbrechen.

Zu einem kritischen Statement über den Klimawandel taugt diese Prämisse zwar nicht, dafür aber für ein hervorragendes Jump-and-Run klassischer Machart. Denn nicht nur bei der Handlung, auch bei der Steuerung gibt sich das Spiel simpel: Laufen, Springen, Greifen, Stampfen und Rollen reichen aus. Die Bewegungen gehen nach kurzer Zeit flüssig von der Hand, die Bedienung ist Nintendo-typisch absolut präzise.

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Das ist auch bitter nötig, denn „Tropical Freeze“ ist ein bockschweres Spiel. Das zeigt sich besonders bei den Bossen und in den Rennlevels, in denen der krawattentragende Affe unter anderem in einer Lore unterwegs ist. Da Donkey Kong nur zwei Treffer verträgt und blitzschnelle Reflexe gefordert sind, stellt ein Dutzend Neustarts pro Level eher die Regel statt die Ausnahme dar.

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Ein Freund kann unterstützend eingreifen. Der Koop-Modus macht das Spiel zwar spaßiger, allerdings auch schwerer, da jeder Neustart dann zwei Extraleben verbraucht und sich viele Sprungpassagen allein leichter meistern lassen. Immerhin können Dixie, Diddy und Cranky Kong, wie die Begleiter heißen, solange auf DKs Rücken kraxeln. Wer den Frust eindämmen will, der kann den neuen, einsteigerfreundlichen Funky-Modus nutzen, der jedoch nur zu Beginn gewählt werden kann.

Optisch bewegt sich „Tropical Freeze“ auf hohem, wenn auch nicht spektakulärem Niveau. Dafür überzeugt das Spiel akustisch mit überaus launigen und eingängigen Melodien. Seine größte Stärke aber ist die schier überbordende Kreativität im Leveldesign: Die sieben Welten in verschiedensten Settings – Alpen, Savanne oder Unterwasser – bieten stets neue Bedingungen, Herausforderungen, Hindernisse und Aufgaben. Dank unzähliger versteckter Extras bleibt auch der Wiederspielwert hoch.

Affenstarkes Jump-and-Run-Highlight

Fazit: Mit „Donkey Kong Country: Tropical Freeze“ hat Nintendo einer weiteren Wii-U-Spieleperle neues Leben eingehaucht. Die dezente optische Frischzellenkur und der neue Einsteigermodus sind nette Dreingaben für ein Spiel, das in Sachen Kreativität und Levelgestaltung zu den ganz Großen seines Genres zählt. Nur das hohe Frustpotential trübt als einziger, großer Stolperstein den Gesamteindruck.

Von Christian Neffe

Infos und Wertung

4 von 5 Punkten

Genre: Jump-and-Run
Erscheinungsdatum: 4. Mai 2018
Plattform: Nintendo Switch
Preis: ca. 50 Euro (hier bei Amazon kaufen)
Jugendfreigabe: ohne Altersbeschränkung
Entwickler: Retro Studios
Publisher: Nintendo
Website: www.nintendo.de

Das sollten Eltern über Donkey Kong wissen

„Donkey Kong Country: Tropical Freeze“ ist ein harmloser 2D-Plattformer, bei dem Gegner im Stile von Mario mit einem Sprung auf dem Kopf oder einer Rolle aus dem Weg geräumt werden müssen. Dank des Koop-Modus bietet sich „Tropical Freeze“ auch für gemeinsames Spielen mit den eigenen Kindern an, denn das Figuren- und Leveldesign spricht sowohl Jüngere als auch Ältere an. Erstere sollten aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades jedoch schon Erfahrungen mit dem Genre gemacht haben.

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