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Dreamhack Dreamhack in Leipzig wächst und profitiert vom eSports-Boom
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18:54 26.12.2017
Gamer bei der Dreamhack in Leipzig – 2018 werden bei der deutschlandweit größten LAN-Party bis zu 2000 Teilnehmer erwartet. Quelle: dpa
Leipzig

 Es ist Deutschlands größte LAN-Party, ein Treffen für Computerspiel-Profis aus aller Welt und bunt kostümierte Cosplayer: Zum dritten Mal verwandelt sich die Neue Messe in genau einem Monat zu einem Hotspot der internationalen eSports-Szene. Bei der Dreamhack Leipzig vom 26. bis 28. Januar 2018 treten tausende Gamer an Maus und Tastatur gegeneinander an. In Turnieren, bei denen der Echtzeitstrategie-Klassiker „StarCraft II“ oder das Online-Kartenspiel „Hearthstone“ gespielt werden, geht es um Preisgelder von mehr als 150.000 Dollar.

eSport ist international ein boomender Markt und auch das Festival in der Messestadt hat nach seiner Deutschland-Premiere 2016 eine beachtliche Entwicklung hingelegt. Innerhalb von zwei Jahren verdoppelte sich die Spielerzahl. Während 2016 noch 1000 Plätze zum Zocken bereitstanden, stocken die Veranstalter den LAN-Bereich nun erneut um 500 auf 2000 Tickets auf. Fast drei Tage am Stück kann dann wieder rund um die Uhr beim bundesweit größten Event dieser Art gezockt werden.

Public Viewing wie bei der Fußball-WM

Die Nachfrage ist enorm. Von einem „riesigen Erfolg“ spricht Stephanie Scholz, die zuständige Projektdirektorin bei der Leipziger Messe. „Daran zeigt sich, wie wichtig der Community die Dreamhack Leipzig ist.“ Bis zu 300 Euro sind die Gamer bereit, für den Spielemarathon zu zahlen – so viel kosteten die 100 exklusiven LAN-Plätze mit Vollausstattung, die in kürzester Zeit ausverkauft waren. Den Enthusiasmus der Gaming-Fans wollen die Organisatoren belohnen: Zum ersten Mal werden Finalspiele der LAN-Turniere live auf der Event Stage übertragen. Dort können die Besucher von Tribünenplätzen den Spitzen-Athleten an Maus und Tastatur auf einer großen Leinwand zuschauen.

Für viele Gamer bedeutet die Dreamhack in Leipzig: Von Freitag bis Sonntag durchzocken. Hier gibt es die Bilder aus dem Jahr 2017.

15.000 Spielefans strömten im Januar 2017 auf die Messe, um sich beim digitalen Sport der Neuzeit von den Besten etwas abzuschauen oder wie beim Public Viewing zur Fußball-WM einfach nur mitzufiebern. Zu den sportlichen Höhepunkten in Leipzig gehören über mehrere Tage laufende Profi-Turniere. Allein bei der „StarCraft II World Championship Series“ geht es um ein Preisgeld von 100.00 Dollar und einen Startplatz bei den offiziellen Weltmeisterschaften. Bei der Dreamhack Open wird das Autoballspiel „Rocket League“ gespielt – die Besten können hier insgesamt 50.000 US-Dollar verdienen. Mit „Win the Winter“ richtet die Dreamhack erstmals ein großes eigenes eSports-Turnier im Spiel „Hearthstone“ aus, das allen Spielern offensteht. 10.000 Euro warten hier auf die besten acht Teilnehmer.

Cosplayer, Youtube-Stars und Pokémon-Fans

Zum Rahmenprogramm des dreitägigen Events gehören auch wieder ein Cosplay-Contest und ein Ausstellungsbereich für Soft- und Hardware. In der Streamer Area kann zudem prominenten YouTube- und Twitch-Stars wie P4wnyhof und skate702 über den Monitor geschaut werden. Nicht zuletzt kommen auch Pokémon-Fans auf ihre Kosten: Bei den Pokémon Regional Championships werden wie schon im Vorjahr an zwei Tagen das beliebte Sammelkartenspiel sowie die Videospiele Pokémon Sun und Pokémon Moon gespielt.

Rund 30 Teilnehmer stellten sich am zweiten Tag der Dreamhack einer Jury, um beim Cosplay-Wettbewerb eine von sechs Kategorien für sich zu entscheiden.

Seinen Ursprung hat die Dreamhack in Schweden, wo das Festival jedes Jahr zehntausende Spieler versammelt. Ableger gibt es inzwischen unter anderem in Moskau, London und seit 2016 auch im texanischen Austin. Leipzig wurde durch das eSports-Festival wieder auf die internationale Games-Landkarte zurückgeholt. 2008 war die beliebte Spielemesse Games Convention nach Köln abgewandert – und feiert dort seither unter dem neuen Namen "Gamescom“ jährlich neue Besucherrekorde.

Von Robert Nößler

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