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13:33 13.09.2018
In sechs neuen Formel-1-Oldtimern können Spieler in "F1 2018" Vollgas geben. Quelle: Codemasters
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Leipzig

Während sich Sebastian Vettel und Lewis Hamilton ein spannendes Rennen um die Formel-1-Krone liefern, können PC- und Konsolenspieler die Meisterschaft schon unter sich ausmachen. In „F1 2018“ wird auf den 21 Strecken der aktuellen Saison um Siege und Punkte gekämpft. Die Simulation zur Rennsport-Königsklasse ist mehr als ein jährliches Lizenzupdate. Die Entwickler von Codemasters haben dem Spiel neue Modi spendiert, Presse-Features integriert und vor allem die Reise in die Formel-1-Geschichte deutlich ausgebaut.

Wer in den kraftvoll röhrenden Lotus 72D von 1972 steigt, kann das Öl und den Reifenabrieb förmlich riechen. Der historische Renner ist der älteste von sechs neuen Oldtimern. Aus der denkwürdigen Saison 1976 (verfilmt in „Rush – Alles für den Sieg“) stehen gleich zwei Wagen zur Verfügung: der Ferrari 312 T2, mit dem Niki Lauda auf dem Nürburgring schwer verunglückte, und das Konkurrenzmodell von McLaren. James Hunt holte mit dem M23D am Ende mit einem Punkt Vorsprung vor Lauda den Titel.

Mit seinem nahezu perfekten Paket aus PS-Nervenkitzel und Formel-1-Museum fährt „F1 2018“ auch in diesem Jahr auf die Pole Position. Spieler können mit den Autos und Fahrern der aktuellen Saison oder 20 historischen Boliden auf die Strecke gehen.

Alle 20 historischen Boliden wurden samt Cockpits detailliert nachgebildet, Sound und Fahrgefühl unterscheiden sich hör- und spürbar. Noch mehr als bei den modernen Autos, die dank zuschaltbarer Fahrhilfen auch für Anfänger gut beherrschbar sind, ist auf der Strecke Fingerspitzengefühl gefragt. Vor allem beim Beschleunigen drehen die Reifen der sensiblen 70er- und 80er-Jahre-Klassiker schnell durch.

Bei den 2018er-Boliden hat mit dem Energierückgewinnungssystem (ERS) ein technisches Feature Einzug gehalten, das mit seiner aufladbaren Batterie während der Rennen für zusätzliche taktische Möglichkeiten sorgt. Die neuen, optisch gewöhnungsbedürftigen Überrollbügel können im Cockpitmodus zum Glück ausgeblendet werden.

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Besonders intensiv wird die Zeitreise durch fünf Jahrzehnte Rennsportgeschichte in den neuen Meisterschafts-Herausforderungen. So müssen sich Spieler bei einer Mini-WM auf nassem Asphalt beweisen oder die schnellsten Runden auf historischen Strecken hinlegen. Die Präsentation mit Funkansagen am PS4-Gamepad, Sektduschen auf dem Podium und TV-Kamerabildern ist titelreif. Auch bei der Grafik hat „F1 2018“ im Vergleich zum Vorgänger (hier im Test) noch einmal einen halben Gang nach oben geschaltet.

Herzstück des Spiels ist und bleibt der Karrieremodus. Hier wurde sinnvolles Feintuning betrieben. Der nach eigenen Wünschen erstellte Nachwuchsfahrer muss nicht nur Rennen gewinnen und die Entwicklung des Wagens vorantreiben, sondern sich auch um die Presse kümmern. In den Interviews mit Reporterin Claire über das Auto zu meckern, kann schnell auf die Stimmung im Team schlagen. Vertragsverhandlungen gibt es regelmäßig, auch ein Teamwechsel während der Saison ist möglich. Wer im Ferrari oder Mercedes sitzen will, muss Sieg und Pole Positions abliefern. Dort landet auch „F1 2018“ mit seinem nahezu perfekten Setup aus PS-Nervenkitzel und Formel-1-Museum.

Von Robert Nößler

Infos und Wertung

4,5 von 5 Punkten

Genre: Rennsimulation
Erscheinungsdatum: 24. August 2018
Plattform: PC, PS4, Xbox One
Preis: ca. 45 bis 65 Euro (bei Amazon bestellen)
Jugendfreigabe: ohne Altersbeschränkung
Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters
Website: www.codemasters.com/game/f1-2018/

Das sollten Eltern über F1 2018 wissen

Rennspiel-Erfahrung müssen Formel-1-Piloten nicht zwingend mitbringen, um im virtuellen Cockpit unfallfrei ihre Runden zu drehen. Zahlreiche Fahrhilfen machen es auch jüngeren Spielern und Neulingen leicht, in „F1 2018“ Vollgas zu geben. Eine Altersbeschränkung der USK hat das Spiel nicht. Prinzipiell kann jeder, der ein Gamepad oder ein Lenkrad bedienen kann, mit Vettel und Co. auf die Strecke gehen.

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