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Games Klettern in Virtual Reality: „The Climb“ ist nichts für Höhenängstliche
Nachrichten Kultur Games Klettern in Virtual Reality: „The Climb“ ist nichts für Höhenängstliche
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11:40 29.09.2016
"The Climb" wird aus der Ich-Perspektive gesteuert. Per Bewegungssteuerung "Oculus Touch" greift der Spieler nach dem nächsten Felsvorsprung. Quelle: Crytek
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Die Klettersimulation „The Climb“ vom deutschen Studio Crytek ist bereits seit einigen Monaten auf dem Markt – wirklich interessant wird das Spiel aber erst jetzt. Grund dafür ist die Virtual-Reality-Steuerung mit dem neuen Oculus-Touch-Controller. Erst damit wird „The Climb“ tatsächlich zum Erlebnis.

Die Grundidee des Spiels ist simpel: Man klettert. Zur Auswahl stehen verschiedene Berggebiete von den Alpen über den Grand Canyon bis nach Asien. In jeder Region gibt es verschiedene Gipfel mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die es zu bewältigen gilt. Das ist minimalistisch, reicht aber für einige Stunden Spielspaß aus.

„The Climb“ wurde gezielt für die VR-Brille „Oculus Rift“ konzipiert und sieht gut aus, auch wenn die Klettergebiete noch ein paar Details mehr vertragen hätten. Der Spieler kann sich immer wieder dabei ertappen, im Berg hängend einfach den Blick schweifen zu lassen, statt den nächsten Schritt zu machen.

Kalken schützt vor dem Fall

Bisher spielt sich „The Climb“ per Gamepad. Schritt für Schritt hangelt sich der Spieler die Felswände entlang, sucht neue Griffe, schwingt über Klippen oder springt über Felsspalten. Wie im echten Kletter-Abenteuer müssen die virtuellen Hände regelmäßig nachgekalkt werden, sonst rutscht der Finger irgendwann ins Leere und der Spieler erlebt einen spektakulären Fall. Extrapunkte gibt es für möglichst flüssiges Klettern ohne Pausen, für komplizierte Griffe und für spektakuläre Routen im Fels.

Der Spieler hängt im Fels und jeder Griff kann der Letzte sein: Das Kletterspiel "The Cimb" wird mit Virtual-Realtity-Brille und "Oculus Touch"-Steuerung zu einer atemberaubenden Höhenpartie. Fotos/Screenshots: Crytek

Ein wenig stört, dass die Macher die Wege im Berg bewusst eingeschränkt haben. So mancher Felsvorsprung lässt sich absichtlich nicht greifen, womit die Entwickler die Routen vorgeben. Nur dort, wo schon leichte Kalkspuren zu sehen sind, greift die Gamerhand im Fels auch zu. Das vermeidet Irrwege und Sackgassen, mindert aber ein wenig die Bewegungsfreiheit und damit den Schwierigkeitsgrad.

All das macht „The Climb“ zu einem netten, aber doch relativ unspektakulären VR-Spiel. Das ändert sich aber: Denn mit den neuen „Touch“-Controllern von Oculus, die auf der Gamescom in Köln bereits ausprobiert werden konnten und noch im zweiten Halbjahr in den Läden stehen sollen, verändert sich das Spielerlebnis enorm. In Kombination mit der VR-Brille ist der Spieler mittendrin, klettert endgültig selber. Statt die Hand per Gamepad zum Felsvorsprung zu führen, wird nun richtig danach gegriffen. Das ist auf Dauer ziemlich anstrengend und sorgt vor allem dafür, dass man vergisst, im eigenen Wohnzimmer zu stehen. Die Beine werden zittrig. Wer dafür anfällig ist, muss mit Anflügen von Höhenangst rechnen. Und der unerwartete Absturz, wenn der Griff nicht passt – ein Erlebnis.

Von Stephan Lohse

Wertung und Infos

3 von 5 Punkten

Genre: Geschicklichkeitsspiel
Erscheinungsdatum: 28. April 2016
Plattformen: PC (spielbar nur mit Oculus Rift)
Preis: 40 bis 45 Euro
Jugendfreigabe: ohne Altersbeschränkung
Entwickler: Crytek
Publisher: Crytek
Website: http://www.theclimbgame.com

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