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Games In „FIFA 19“ ist RB Leipzig schon reif für den Europapokal
Nachrichten Kultur Games In „FIFA 19“ ist RB Leipzig schon reif für den Europapokal
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11:03 30.09.2018
Da ist das Ding! RB-Kapitän Willi Orban stemmt in "FIFA 19" den Champions-League-Pokal in die Höhe. Quelle: Screenshot LVZ/Robert Nößler
Leipzig

Willi Orban reißt den Silberpott in die Höhe, eine jubelnde Spielertraube feiert vor dem Bullen-Fanblock den größten Erfolg der Vereinsgeschichte: RB Leipzig holt sich mit einem knappen 1:0-Sieg im Finale gegen Real Madrid den Champions-League-Pokal. Das, wovon Ralf Rangnick und sein Team noch träumen, wird in der Fußballsimulation von EA Sports bereits Realität. In „FIFA 19“ führen Videospieler die Rasenballer zu ihrem ersten internationalen Titel – falls sie nicht an der neuen Timing-Schusstechnik verzweifeln.

Für RB-Fans ist das Spiel in diesem Jahr erste Wahl, um mit Timo Werner, Yussuf Poulsen und Co. an PC und Konsole auf Torejagd zu gehen. Konkurrent „PES 2019“ hat nach dem sehenswerten Auftritt der Roten Bullen im Vorjahr nur noch Schalke 04 als deutschen Club lizensiert. Nach zehn Jahren verlor Konami auch die Rechte für den Europapokal inklusive der Champions League. Hier trumpft „FIFA“ nun groß auf. Die UEFA-Wettbewerbe sind inhaltlich die größte Neuerung. Von der Bundesliga bis zur dritten Liga, von der Premier League bis zur (neuen) chinesischen Super League sind zudem so viele Vereine mit dabei wie nie zuvor.

Neue Gesichter für die RB-Profis

Wenn die Spieler von RB Leipzig in „FIFA 19“ den Rasen betreten, fällt sofort auf: Die meisten sehen dank neuer Gesichter endlich aus wie im Original. Nachdem viele Leipziger Pixelkicker in den Vorjahren nicht wiederzuerkennen waren, sind diesmal fast alle Profis von Augustin bis Werner ihren echten Vorbildern (fast) wie aus dem Gesicht geschnitten. Nur Keeper Peter Gulacsi fällt erneut unter die Kategorie: Wer ist das?

Von Augustin bis Werner: Das sind die 20 besten Spieler von RB Leipzig in "FIFA 19".

Spielerisch ist man mit RB Leipzig nicht schlecht beraten. Die durchschnittliche Stärke des Kaders von 78 Punkten zählt zum oberen Niveau der Bundesliga. Der RB-Profi mit der höchsten Bewertung ist Nationalstürmer Timo Werner. Mit 83 Punkten hat er sich in diesem Jahr an Emil Forsberg (82 Punkte) vorbeigeschoben. Die drei Neuzugänge Matheus Cunha, Marcelo Saracchi und Nordi Mukiele schaffen es zwar nicht unter die teaminterne Top 10. Alle drei können im Karrieremodus aber mit ihrem Potenzial von 85 bis 86 Punkten in die Liga der Superstars vordringen. Auch Verteidiger Ibrahima Konaté (Wertung 72, Potenzial 84) wird von EA zu den Toptalenten gezählt. Die größten Aufstiegschancen besitzt Dayot Upamecano: Von 76 auf 88 Punkte kann der französische Innenverteidiger seinen Wert verbessern. Mit Timo Werner ist bei 87 Punkten Schluss.

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Im Karrieremodus nehmen Spieler nun mit den Roten Bullen neben der Bundesliga auch die komplette Europapokal-Saison in Angriff, samt offiziellen Hymnen und TV-Einblendungen. Unter den mehr als 100 nachgebauten Arenen ist die Red-Bull-Arena aber weiter nicht dabei. Die Spiele trägt RB im Fantasiestadion „Sanderson Park“ aus, das der Leipziger Heimspielstätte nur grob ähnlich sieht. Nette Details: Die Kamera schwenkt nun regelmäßig in den Fanblock zu jubelnden oder Fahne schwingenden Anhängern.

Beim Gameplay hat EA Sports an einigen Stellschrauben gedreht, um die Partien noch realistischer zu machen. Größte Neuerung ist das „Abschluss-Timing“ bei Torchancen: Beim Zeitpunkt der Ballberührung muss die Schusstaste ein zweites Mal gedrückt werden. Bei perfektem Timing hämmert auch ein Verteidiger wie Marcel Halstenberg das Leder nahezu unhaltbar in die Maschen. Dagegen versagt selbst Timo Werner kläglich, wenn der richtige Moment verpasst wird – ein herausforderndes Feature, das anfangs für Frustmomente sorgen kann. (Mehr dazu im ausführlichen Sportbuzzer-Test)

Mit erweiterten Taktikmöglichkeiten hat sich „FIFA 19“ einiges von „PES“ abgeschaut. Die fünf voreinstellbaren Varianten sind nun deutlich variabler. Vor allem im Multiplayermodus spaßig sind die neuen Freundschaftsspiele mit „Hausregeln“ – so fliegt für jedes Tor ein Spieler vom Platz oder es wird komplett ohne Regeln gespielt. Im dritten und letzten Teil des Storymodus „The Journey“ übernehmen Spieler gleich drei Protagonisten. Während sich Alex Hunter bei einem europäischen Top-Club beweisen muss, schlägt sich seine Halbschwester Kim bei der Frauen-Nationalmannschaft der USA durch und Kumpel Danny Williams mischt die Premier League auf.

Fazit: Eine Revolution ist „FIFA 19“ zwar nicht, wird durch die zahlreichen sinnvollen Neuerungen aber zu einem sehr runden Gesamtpaket für Fußballfans. Realistischere und abwechslungsreichere Matches, Europapokal-Atmosphäre und der enorme Umfang lassen kaum Wünsche offen. Anhänger von „PES“ wird das kaum überzeugen – für sie ist das Thema Lizenzen ohnehin nebensächlich. Im Netz gibt es Patches, um mit Original-Vereinen und -Spielern antreten zu können. An das griffige Spielgefühl des Dauer-Rivalen kommt „FIFA“ auch in diesem Jahr nicht heran.

Von Robert Nößler

Infos und Wertung

4,5 von 5 Punkten

Genre: Fußball-Simulation
Erscheinungsdatum: 28. September 2018
Plattform: PC, PS4, Xbox One, Switch
Preis: ca. 55 bis 60 Euro (bei Amazon bestellen)
Jugendfreigabe: ohne Altersbeschränkung
Entwickler: EA Sports
Publisher: EA Sports
Website: www.easports.com/de/fifa

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