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Games Volleyball in Bodennähe: "Spikeball" erobert Strände und Parks
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18:13 03.06.2016
Volleyball in Bodennähe: Beim Spikeball wird auf ein Trampolin-Netz geschmettert. Quelle: PR
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Was wäre Volleyball ohne Netz? Endloses Baggern und Pritschen, ein Spiel ohne Pointe. Wie man den Witz einer Partie Beachvolleyball in einen schlanken, gelben Beutel packt, macht der neue Trendsport Spikeball (deutsch „Schmetterball“) vor. Der Clou des 360-Grad-Spiels für zwei oder vier Personen: Der gelbe Ball ist kleiner und weicher. Das Spielfeld hat keine festen Grenzen. Und das Netz steht wie ein Trampolin in der Mitte.

Die Idee entstand Ende der 1980er-Jahre in den USA, wo Spikeball schon seit ein paar Jahren beliebt ist. Nach einem großen Auftritt im US-Fernsehen hat sich ein echter Hype entwickelt, der langsam auch zu uns schwappt. Turniere ziehen in den Staaten hunderte Spieler an, eine landesweite Rangliste wird geführt. So weit ist Deutschland noch nicht. Aber wer das Trampolin hier im Park aufstellt, weckt sofort Neugier.

Wilde Jagd ums Trampolinnetz

Ballwechsel haben den gleichen Rhythmus wie beim Volleyball. Gespielt wird mit dem ganzen Körper, nur Füße sind verboten. Bei der dritten Berührung muss der Ball dann nicht über, sondern auf das Netz zum Gegner gespielt werden. Dort muss er sauber aufprallen und über den Rand hinausspringen. Die gegnerische Mannschaft hat selbst maximal drei Schläge, um zurück zu spielen. Zum Aufschlag stehen sich die Zweier-Teams noch gegenüber. Aber auf dem Spielfeld ohne Grenzen laufen alle wild um das Netz herum. Nur einander im Weg stehen und auf den Rahmen schmettern dürfen sie nicht – sonst geht der Punkt an den Gegner.

Spikeball (zu deutsch „Schmetterball“) erinnert ein bisschen an Volleyball. Das Netz steht bei dem 360-Grad-Spiel wie ein Trampolin in der Mitte.

Spikeball mag vergleichsweise umständlich zu erklären sein, funktioniert aber intuitiv ab dem ersten Ballwechsel. Auch der Aufbau des mobilen, knapp einen Meter breiten Trampolinnetzes ist verblüffend einfach. Die Vorrichtung aus fünf gebogenen Plastikschienen und Standfüßen sieht kompliziert aus, ist aber auch mit zwei linken Händen in wenigen Minuten aufgebaut.

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Das kompakte Ballspiel zündet schnell, egal ob am Strand oder im Park. Theoretisch funktioniert es auch in großzügig dimensionierten Innenräumen ohne allzu teures Mobiliar. Denn sobald die Spieler Feuer fangen, folgt schon bald der erste beherzte Hechtsprung. Anders ist der Ball, der weder besonders hoch noch besonders weit springt, oft nicht zu erreichen. Längere Ballwechsel erfordern dementsprechend etwas Übung. Hat man den Dreh heraus, entfaltet Spikeball schnell einen gewissen Suchtfaktor. Keine Frage: Das platzsparend gepackte Freiluftspiel verdient vor dem nächsten Ausflug einen Platz im Kofferraum oder auf dem Gepäckträger.

Spikeball ist ab 50 Euro erhältlich.

Von Jan Bojaryn

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