Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Gnadenfrist für Distillery: Stadt Leipzig sieht keine Zukunft für Club-Standort im Süden

Gnadenfrist für Distillery: Stadt Leipzig sieht keine Zukunft für Club-Standort im Süden

Droht Leipzigs Techno-Club-Urgstein „Distillery“ doch das Aus am Standort Kurt-Eisner-Straße? Im Juli forderten die Ratsfraktionen von SPD, Die Grünen und Linke die Stadt auf, sich zum Standort zu bekennen.

Voriger Artikel
Eindrucksvolle h-moll-Messe in der Leipziger Thomaskirche
Nächster Artikel
Sponsorensuche fürs Tübke-Bild und den Gegenentwurf in Leipzig

Distillery-Chef Steffen Kache setzt sich für den Club-Standort im Leipziger Süden ein.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Jetzt positioniert sich die Verwaltung – und räumt der Diskothek im neu entstehenden Stadtviertel Bayerischer Bahnhof noch fünf Jahre ein. Distillery-Chef Steffen Kache zeigte sich am Montag gegenüber LVZ-Online trotzdem zuversichtlich.

php28122a6996201309072044.jpg

Leipzig. Droht Leipzigs Techno-Club-Urgstein „Distillery“ doch das Aus am Standort Kurt-Eisner-Straße? Im Juli forderten die Ratsfraktionen von SPD, Die Grünen und Linke die Stadt auf, sich zum Standort zu bekennen. Jetzt positioniert sich die Verwaltung – und räumt der Diskothek im neu entstehenden Stadtviertel Bayerischer Bahnhof noch fünf Jahre ein. Distillery-Chef Steffen Kache zeigte sich am Montag gegenüber LVZ-Online trotzdem zuversichtlich.

Zur Bildergalerie

An der Meinung von Kultur- und Baudezernat gibt es nichts zu deuteln: Die Distillery könne „nicht dauerhaft am gegenwärtigen Standort verbleiben“, heißt es in einem „Alternativvorschlag“ zum Antrag der Fraktionen. Der Club rücke künftig ins Zentrum des neuen Stadtviertels hinter dem Bayerischen Bahnhof. Da ein Großteil der Flächen in unmittelbarer Nähe zum Club für eine private Bebauung vorgesehen ist, sei „eine Konfliktsituation wahrscheinlich.“

Deshalb schlägt die Verwaltung den Stadträten vor, dem Club noch fünf Jahre als Übergangszeit zu ermöglichen. In der Frist wollen die Behörden gemeinsam mit Distillery-Chef einen alternativen Standort finden. Die Eigentümer des Distillery-Areals sollen dann den Umzug des Clubs finanziell unterstützen.

Bemühungen in Sachen Standortsuche gab es längst – bisher erfolglos. „Ein Objekt in der Nähe der Antonienbrücke kommt für uns nicht in Frage“, sagt Kache. In Plagwitz herrsche unter den Clubs bereits ein Verdrängungswettbewerb. „Im Süden sind wir mit dem Conne Island die einzigen.“ Auch beim Thema Umzug in einen nah gelegenen Lokschuppen oder in ein altes Kraftwerk in der Arno-Nitzsche-Straße winkt er ab: Zu groß und zu teuer.

Erste Gespräche mit der Stadtbau AG

Aber der Distillery-Chef bleibt optimistisch, denn der Erhalt des Clubs liege doch nun maßgeblich in den Händen des neuen Flächen-Eigentümers. Im Oktober kaufte die Leipziger Stadtbau AG große Teile des Entwicklungsgebiets Bayerischer Bahnhof von der Deutschen Bahn AG. „Wir hatten in der vergangenen Woche ein erstes Treffen“, sagte Kache. Stadtbau AG-Chef Patrik Fahrenkamp sei zu einer Stippvisite im Club gewesen – ein kategorisches „Nein“ zum Standort konnte Kache nicht ausmachen.

Vor allem hofft Kache darauf, dass der Raum um den Club herum ein Mischgebiet bleibt, denn in einem reinen Wohngebiet könnte er keine Diskothek betreiben. Laut den kommunalen Entwürfen könnten entlang der Kurt-Eisner-Straße aber durchaus auch Büros entstehen. 2012 beschloss der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplans.

Derzeit handeln die Stadt Leipzig, die Deutsche Bahn und die Stadtbau AG einen Rahmenvertrag zur gemeinsamen Gestaltung des Gebiets aus. Bleibt die Distillery, gäbe es „weniger und schwieriger vermarktbare“ Grundstücke für den privaten Eigentümer, so die Verwaltung. Sie fürchtet, dass dann ihre Ansprüche auf öffentlich nutzbare Flächen leiden könnten.

Evelyn ter Vehn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipziger Opernball 2017

    Schwungvoll im Dreivierteltakt: Hier finden Sie Infos und Fotos vom Leipziger Opernball 2017 unter dem Motto „Moskauer Nächte“ mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

Die Ausstellung "DDR-Comic Mosaik - Dig, Dag, Digedag" ist ab sofort dauerhaft im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zu sehen. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album 2
    Leipzig-Album 2

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr