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Hassknecht, Tod und Teufel bei der Leipziger Lachmesse

Hassknecht, Tod und Teufel bei der Leipziger Lachmesse

Er ist ruckzuck auf 180. Wenn sich Gernot Hassknecht aufregt, dann ordentlich. Hans-Joachim Heist wird als Kult-Wüterich der "heute-show" zu den Publikumsmagneten der 23. Leipziger Lachmesse gehören.

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Bezaubernde Luftnummer: Claude Criblez gehört zu den Exoten des Lachmesse-Jahrgangs 2013.

Quelle: Lachmesse

Leipzig. Am Donnerstag hat Arnulf Eichhorn im Academixer-Keller das Programm seines internationalen Humor- und Satirefestivals vorgestellt, das diese Zeitung erneut präsentiert. Vom 17. bis 27. Oktober sorgen rund 150 Künstler aus sieben Ländern für 95 Veranstaltungen in 14 Spielstätten.

Hassknecht, Der Tod oder Theatre du Pain - so heftig, schmerzensreich und endzeitlich, wie allein diese drei Namen suggerieren, wird der anstehende Jahrgang dann doch nicht. Vielleicht aber ein besonders scharfer. Lachmesse-Chef Eichhorn gab gestern das Konzept "Back to the Roots" aus: Das politisch-satirische Kabarett und die gepflegte Satire als stets gesetzter Festival-Schwerpunkt sollen diesmal besonders gewichtig sein - was ja bestens mit den aktuellen Ereignissen korrespondieren dürfte: Im Oktober sind die Ergebnisse der Bundestagswahl einen Monat alt, und Freunde witzig-geschliffener Analysen harren der Aufarbeitung von der Bühne herab, auf Reaktionen und Zukunfts-Szenarien.

Für diese stehen - neben dem erwähnten Choleriker Hassknecht - Namen wie Wilfried Schmickler, Django Asül, Sigi Zimmerschied, Richard Rogler, Matthias Deutschmann, Jürgen Busse, Henning Venske, Kay Magnus Sting oder Martin Buchholz, Helmut Schleich sowie das Erste Deutsche Zwangsensemble.

Ein deutliches Dankeschön schickt Eichhorn an die Adresse des Theaters am Palmengarten. Kein anderes Haus hat so wiederholt so viele Leipzig-Debütanten eingeladen, ist damit also am weitesten entfernt von der Garantie auf ausverkaufte Vorstellungen mit Prominenten. In Sachen Podium für Newcomer gibt es eine gute Nachricht: Als später Nachfolger des zuletzt 2007 vergebenen Cabinet-Preises für Nachwuchs-Künstler bahnt sich ein dauerhaftes neue Förderkonstrukt an: Erstmals wird der "Kupferpfennig-Wettstreit" am 18. Oktober bei den Academixern ausgetragen, dotiert mit 1000 Euro, gestiftet vom Verein zur Förderung des Kabaretts in Sachsen. Zum Debüt treten Till Reiners, Malte Pieper und Der Tod gegeneinander an.

Zu den Jahrgangs-Exoten gehört in jedem Fall der Schweizer Claude Criblez. Der "langsamste Jongleur der Welt" ließ schon vor sieben Jahren mit seiner spektakulären Luftnummer "Flügzüg" am Abschlusstag zur Gala und zur Matinee exorbitante Keulen und Ballons in den Bühnenhimmel schweben - auch diesmal soll er den poetisch-leichten Schlusspunkt der Lachmesse setzen. Ebenfalls dort, ebenfalls außergewöhnlich: Le Mime Daniel aus Paris. Der an der Internationalen Pantomimen-Schule von Marcel Marceau ausgebildete Künstler entwickelte eine herrliche Vogel-Strauß-Parodie - so überzeugend, dass man irgendwann tatsächlich ein Tier vor sich vermutet.

Die Matinee moderiert Kabarettist Mathias Tretter, unterstützt von der Lose Skiffle Gemeinschaft Lepzig-Mitte; bei der Gala haben als Gastgeber Tom Pauls und Uwe Steimle die Hüte auf, um "Ilse und Günthers Lieblingsgäste" zu empfangen - zu denen auch Weltrekordler Jörg Wachsmuth gehört, der Rimski-Korsakows "Hummelflug" auf einer Riesen-Tuba unter 54 Sekunden spielt.

Zunächst aber gehört alle Aufmerksamkeit den drei überragenden Damen des Vorjahres: Für ihr Programm "Frau der Ringe" bekommt das Proseccopack am Eröffnungsabend den Lachmesse-Preis "Leipziger Löwenzahn" überreicht. Wer als Nächster die mit 3500 Euro versüßte Auszeichnung erhält, entscheiden im November Lachmesse-Vereinsmitglieder, Kulturjournalisten und die Mitglieder der LVZ-Leserjury, die sich gerade rekrutiert.

Das komplette Programm und Vorverkaufshinweise stehen auf www.lachmesse.de.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.08.2013

Mark Daniel

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