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Kultur „Helene-Fischer-Festspiele“ beim Echo 2015 – Leipziger Produktion geht leer aus
Nachrichten Kultur „Helene-Fischer-Festspiele“ beim Echo 2015 – Leipziger Produktion geht leer aus
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08:03 27.03.2015
Moderatorin Barbar Schöneberger kündigte Helene-Fischer-Festspiele an - und sie wurden es. Die Schlagersängerin bekom vier Echos. Quelle: Jens Kalaene
Berlin

Ein zusammenfassender Überblick:

GEDENKEN:

Zum Auftakt setzte die Echo-Gala mit einer Schweigeminute ein Zeichen für die Opfer der Flugzeugkatastrophe in den Alpen. 150 Kerzen auf der Bühne für jeden Toten aus der Germanwings-Maschine, die amerikanische Geigerin Lindsey Stirling spielte Violine, die Menschen im Saal erhoben sich. Gleich nach der Schweigeminute ertönte das optimistische Liebeslied „Ich weiß, was ich will“ - als Tribute für den im Dezember mit 80 Jahren überraschend gestorbenen Udo Jürgens sangen Sarah Connor, Roger Cicero, Xavier Naidoo, Andreas Bourani, Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer und Adel Tawil. Alle ganz in Schwarz - genauso wie die Moderatorin Schöneberger.

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HELENE FISCHER:

Die Schlagersängerin war erneut die Königin des Abends. Nachdem sie im vergangenen Jahr, als sie auch moderierte, zweimal gewann, räumte sie diesmal sogar viermal ab. Der Rapper Kollegah witzelte als Sieger der Kategorie Hip-Hop: „Ich hätte eigentlich gedacht, den nimmt Helene Fischer auch noch mit.“ Moderatorin Schöneberger sang zwischendurch ein Liedchen, in dem sie die Show zusammenfasste: „Und täglich grüßt das Murmeltier, Helene holt sich Echo vier“. Zu Beginn hatte Schöneberger auch schon gesagt: „Herzlich willkommen zu den Helene-Fischer-Festspielen.“ Und zum Schluss: „Bitte nicht über die Echos von Helene stolpern.“ Helene Fischer strahlte indes und sagte: „Ich werde heute vierfach trinken.“

DIE ANDEREN:

Vor lauter Kategorien (30!) verlor mancher den Überblick, einige Preisträger waren gar nicht angereist (die Altrocker von AC/DC etwa ließen sich ihren Preis in Los Angeles von Thomas Gottschalk überreichen; auch die Band Kraftklub blieb der Veranstaltung fern). Die Chemnitzer erhielten den Preis für das beste Musikvideo und stachen damit einen Bewerber aus Leipzig aus. Nominiert wr in dieser Kategorie auch die Berliner Gruppe Hundreds. Den Clip hatte das Unternehmen filmaton aus der Messestadt produziert.

Überraschung des Abends war die frühere „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Darstellerin Senta-Sofia Delliponti vom Ethno-Pop-Projekt Oonagh, die zur Künstlerin Rock/Pop National gekürt wurde und auch einen Newcomer-Preis holte. Für bewegende Momente sorgten auch Altstars wie Herbert Grönemeyer (Künstler Rock/Pop National), der mit seinem Alter kokettierte, aber er habe ja noch „ein sehr hübsches Gesicht und das hält sich noch ein bisschen“. Auch für den Sozial-Echo-Preisträger Udo Lindenberg standen die Leute im Saal auf. Die fürs Lebenswerk geehrte Griechin Nana Mouskouri (80) war gerührt, nannte sich „eine europäische Sängerin“: „Meine Geschichte gehört auch hierher nach Deutschland.“

QUOTEN:

Vergangenes Jahr sahen den Echo mit Moderatorin Helene Fischer gut 4,2 Millionen, die beste TV-Quote seit 2009, seitdem die ARD jährlich live überträgt. Im Jahr 2013 waren bei Helene Fischers Einstand als Moderatorin gut 3,7 Millionen Zuschauer dabei. Im Jahr 2012, als bereits schon einmal Barbara Schöneberger moderierte - jedoch zusammen mit Ina Müller - hatte der Echo nur rund 2,6 Millionen Fernsehzuschauer, der schwächste Wert der Echo-Geschichte.

lvz

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