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Kultur Holiday on Ice bringt mit der Show „Time“ große Gefühle in die Arena Leipzig
Nachrichten Kultur Holiday on Ice bringt mit der Show „Time“ große Gefühle in die Arena Leipzig
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20:59 23.12.2016
Holiday on Ice in Leipzig Quelle: Christian Modla
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Leipzig

„Time“ – die Zeit steht im Mittelpunkt der aktuellen Holiday-on-Ice-Show, die seit gestern Besucher in die Arena Leipzig einlädt. Es ist natürlich wieder an der Zeit fürs Eislaufen – weil Weihnachten vor der Tür steht und weil Winter ist. Der zeigt uns aber erneut keine kalte Schulter. Und so ist es gut, dass die Showbühne unterm Hallendach präpariert wurde.

Ungefähr 72 Stunden dauert es, bis eine Eisfläche am Veranstaltungsort bereit ist. Zuerst wird der Boden der Veranstaltungshalle mit Styropor und Plastikfolie ausgelegt. Auf diese Schutzschicht kommen circa 200 Aluminiumplatten, durch die ein mit einem Kühlaggregat verbundenes Röhrensystem verläuft. Wasser ist die erste Deckschicht auf den Aluminiumplatten; es gefriert, indem Kühlflüssigkeit mit circa minus 13 Grad Celsius durch die Röhren in den Platten fließt. Danach wird ein Wasser-Kreide-Gemisch aufgetragen, das später fürs schneeweiße Aussehen der Eisfläche sorgt.

Weiß ist das Eis während dieser zwei Stunden allerdings kaum. Immerfort wechseln die Scheinwerfer und tauchen die Bühne in ein anderes Licht. Diese Effekte werden zur Kulisse, die ansonsten eher spartanisch ausfällt. Es ist also an der Zeit – für Erinnerungen. Im stilisierten Wohnzimmer knattert ein Schmalfilm-Projektor und wirft grieselige Bilder der Vergangenheit an die Wand. Dort, wo gerade noch das Hochzeitsbüfett von anno dazumal geplündert wird, erscheinen wenig später Kronleuchter eines Ballsaals, die Silhouette einer Großstadt, ein Feuerwerk, ein Urwald und Uhren. Ja, die Zeit vergeht! Im gleißenden Blau bekommen die auf blanken Kufen flitzenden Stunden geradezu Beine. Zeigen nachdrücklich, wie die Zeit rennt ...

Das Musical Holiday on Ice machte am Freitag Station in der Arena Leipzig. Fotos: Christian Modla

Mehr oder weniger bekannte Musikstücke gehen nahtlos ineinander über. Die Eiskunstläufer schlüpfen ebenso nahtlos in immer wieder neue Kostüme. Sie dominieren vom ersten Moment an das Eis: Hebungen, Drehungen, Pirouetten, Schrittkombinationen, Sprünge – mal doppelt, mal dreifach – erscheinen wie ein Kinderspiel. Wie von Geisterhand gezogen gleiten die Athleten geräuschlos von einer Bande zur anderen. Und mittendrin auf dieser Reise durchs Leben das – gestern Nachmittag leider noch sehr überschaubare – Publikum. Die erste große Liebe, der erste Kuss, ein spannendes Urlaubsabenteuer, ein heiterer Blick ins Büro: Die Performances und Stunts auf der spiegelglatten Bühne hauchen diesen Gedanken neues Leben ein.

Allerdings kann es nicht schaden, wenn sich der Zuschauer im Vorfeld schon mal informiert, worum es diesmal gehen soll. Ansonsten dürfte sich manches Bild dem Betrachter nur schwer erschließen, zumal es keinerlei Kommentare während der Show gibt. Allerdings spielt die Zeit ja überall eine Rolle. Und außerdem werden die meisten Zuschauer eh kommen, um die Künste der Kufenflitzer zu bewundern. Sie zaubern wirklich tolle Momente auf das und über dem Eis. Für den kurzweiligen Mix aus traditionellen Elementen, Special Acts und atemberaubender Akrobatik gibt es bereits vorm Funken sprühenden Finale immer wieder rhythmischen Applaus vom Publikum.

„Time“ ist in der Arena Leipzig außerdem zu sehen: am 25. Dezember um 15 und 19 Uhr sowie am 26. und 27. Dezember, jeweils ab 13, 16.30 und 20 Uhr.

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