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„Hunger“ – Skala inszeniert Selbstzweifel und Wahnvorstellungen eines Erfolglosen

„Hunger“ – Skala inszeniert Selbstzweifel und Wahnvorstellungen eines Erfolglosen

So romantisch, wie es Carl Spitzweg in seinem berühmtesten Bild vermittelt, mag das Leben erfolgloser Künstler wahrlich nicht sein. Wenn die Anerkennung fehlt, können auch Künstlersozialkasse und finanzielle Grundversorgung nicht über nagende Selbstzweifel hinweghelfen.

Leipzig. Vor mehr als hundert Jahren waren die Rahmenbedingen des Künstlerdaseins allerdings noch deutlich schlechter als heute. Nachzulesen ist dies beispielsweise in „Hunger“ von Knut Hamsun.

In seinem 1890 veröffentlichen Roman schildert der norwegische Autor den seelischen Niedergang eines erfolg- und obdachlosen Schiftstellers, der durch die Straßen Oslos irrt. Erzählt aus der Ich-Perspektive, markiert „Hunger“ nicht nur den ersten Meilenstein des späteren norwegischen Nobelpreisträgers. Der Roman bedient sich auch des sogenannten „Stream of Consciousness“, einer später von James Joyce, William Faulkner und Virgina Woolf zu Weltruhm kultivierten Erzähltechnik.

Nachdem „Hunger“ im vergangenen Jahr anlässlich des 150. Geburtstages von Knut Hamsun u.a. mit einem Nachwort von Literaturstar Daniel Kehlmann wiederaufgelegt wurde, bringt das Leipziger Centraltheater den Stoff nun in einer Inszenierung von Pernille Skaansar auf die Bühne der Skala. Wie es in der Vorankündigung heißt, sei der Protagonist ein „Mann ohne Namen, der verzweifelt versucht, sich einen Namen zu machen, einen Namen, mit dem er Geld verdienen kann, um mit dem Geld etwas zu essen zu kaufen. Er bleibt in Bewegung, aber der Hunger deformiert. Dieser Ausnahmezustand produziert die merkwürdigsten Wörter, Namen und Geschichten, mit denen er die Realität torpediert und die Umwelt zur Bühne seiner überspannten Phantasie macht.“

Am 12. Februar feiert das Stücks mit Rosalind Baffoe, Maximilian Brauer und Edgar Eckert in den Hauptrollen um 20 Uhr Premiere in der Skala. Weitere Vorstellungen sind am 15., 21. und 25. Februar sowie am 4. und 11. März geplant.

Internet: www.centraltheater-leipzig.de

Matthias Puppe

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